Inagua, Lack ab, oder total relaxed?

Ja, dazwischen schwanken die Eindrücke und Wahrnehmungen auf Inagua. Der Putz bröckelt gewaltig.

Alles ist hier sehr entspannt. So entspannt, dass die Bar zur Afterwork Party nicht öffnet. Macht ja keinen Sinn hier, oder. 😊🇧🇸😂

Genaue Uhrzeit ist hier nicht so wichtig

Es gibt hier verschiedene Taktungen. Nicht in Sekunden oder Minuten. Sondern, wann kommt das Versorgungsboot (meist montags), und Winter oder Hurricane-Season. Entsprechend läuft hier alles ab. Sehr freundlich, niemals hektisch und Dockmaster George hilft Cruisern, wenn sie keinen PC bedienen können beim Einklarieren. Ist doch irgendwie charming, oder?

Das Einklarieren ging unproblematisch. Dabei gab es Gelegenheit der Entladung des Versorgungsschiffes zuzusehen..

Mit dem Versorgungsschiff kann man für kleines Geld die Inseln der Bahamas besuchen.
Wer bekommt denn jetzt was???

O.K. es gibt ja auch nur 900 Bewohner auf der Insel, einen internationalen Flughafen, Salzgewinnung sowie eine Station der US Coastguard. Das war’s. Die paar Touristen machen den Bauch nicht satt, aber sind willkommen.

Das Museum, leider geschlossen.
Der Supermarkt, alles Nötige gibt es hier.
Deutscher Plan der Insel!
Die Aussicht von der Sundowner-Terrasse. Leider außer Betrieb

Aber es ist irgendwie unwirklich. Die Leute wohnen in Häusern, deren Pflege irgendwie ausfällt. Darüber hinaus gibt es neue Häuser, die nie bewohnt wurden. Liegen verlassen da und warten auf ihre Besitzer. Es gibt nämlich eine große Inselflucht. Es ist ja nix zu tun hier. Und das Leben hier ist nicht simpel. Früher organisierte die Morton Inc. (Salzfirma) den Transport von z.B. Baumaterial mit den leeren ankommenden Schiffen für den Salzabtransport. Nach einem Eigentümerwechsel wurde das gestoppt. Jetzt ist alles nur noch über die üblichen Forwarder und Speditionen mit dem regulären Postschiff möglich. Echt teuer auf die Dauer.

Aber es gibt auch Unerschrockene und in die Insel Verliebte. Genau ein Paar! Patrick und seine Frau Kim. Er kam als Schatztaucher vor vielen Jahren erstmals hier hin. Nach dem Berufsleben in Alaska baut er hier seinen Traum weiter. In der Hurricane-Season fliegt er für drei Monate nach Alaska. Das bedeutet 11 mal umsteigen😱 Aber er und Kim nehmen es gelassen..

Nee wat nett, ein 🍻 und tolle Gespräche
Unglaublicher Blick und frische Brise
Geht doch!
Da oben hin sind wir eingeladen.

Woher wissen wir das? Einfach. Wir latschten mit unseren Seglerbeinchen die Küstenstraße entlang zum Leuchtturm. Dort warteten Sabine und Zoltan auf uns im Restaurant!!!😊

Kommen wir an dem Grundstück vorbei und sehen zwei Frauen Kokospalmen einpflanzen und die Zufahrt säubern. Wir grüßen freundlich und bekunden unseren Respekt für das sichtbar tolle Ergebnis ihrer Arbeit. Gruß und freundliche Worte zurück und weiter laufen.

Long way to the lighthouse

Kurze Zeit später hält ein großes Quad an und die beiden Ladys laden uns auf ein Bier auf ihre Terrasse ein. Sabine und Zoltan eingeschlossen. Wir sagen zu und freuen uns. Aber gehen noch weiter Richtung Leuchtturm, noch 20 Minuten laut Google Maps. Dort angekommen, sehen wir 5- 6 PKW parken, vor einem Haus mit toller Terrasse und natürlich Seeblick. Also Atlantik!

Sabine und Zoltan haben schon geklärt, wie und was es zu essen gibt. Reis mit Schnitzel oder Hühnchen. Lecker. Dazu ein frisches Bier. Bahamas, ihr meint es gut mit uns und sofort fallen wir in die Tiefen-Entschleunigung.

Wir treffen noch zwei andere Cruiserpaare. Diese (NL und D) liegen in der kleinen Marina. Für Monohulls ist es hier echt ungemütlich. Der Atlantik schaut um die Ecke 🌊 und schaukelt die Boote!!!

Klar freuen wir uns über das kühle Bier
Gute Laune nach guter Siesta

Aber der Leuchtturm interessiert uns doch.

Tür ist auf, also nehmen wir das als Einladung an!😊

Jau, das ist immer klasse. Stairway to heaven.

Da fehlt doch was???😱

Von oben gibt es eine fantastische Aussicht.

Da hinten ankern wir.
Die Häuser der ehemaligen Leuchtturmwärter
Höhenluft

Erstaunlich. Dieser Leuchtturm wird über LED betrieben. Ein paar olle Autobatterien dienen als Speicher. Die alte Technik mit rotierender Fresnell-Linse ist nur noch in Fragmenten erkennbar.

Nach dieser Fitnessübung gehen wir voller Erwartung zu unserer Einladung. Die Fitnessuhr gratuliert auf dem Weg für überragende Laufleistung 🏆und den Rest kennt ihr ja schon.

Wir planen noch eine Tour (zwischen 8 und 9 Uhr am Hafen, siehe Uhrzeit und Wichtigkeit😊) mit dem Ranger vom Naturpark zu den Flamingos und anderen Merkwürdigkeiten. Und dann kommt auch schon das Hogsty Reef (Schaut mal nach bei Google) als nächstes Etappenziel zum Wochenende auf die To-do- Liste. Es soll am Wochenende wenig Wind geben. Ideal für den Ort! 🏝️Wir sind gespannt.

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