Hogsty Reef? nä, geh mich weg damit

Würde man im Pott auf die Frage antworten: Und, wie war’s da?

Aber fangen wir positiv an. Am Samstagmorgen lachte die Sonne und mit ihr ein schöner östlicher Wind mit 15 – 18 kn. Ideal! Also das Schnorcheln abgesagt und für 10 Uhr Abfahrt vereinbart. Anker auf, Segel im ersten Reff und los.

Herrlich am Morgen

Frag ich Zoltan über Funk, was denn da links im Wasser so spritzt und platscht. Er ist etwas voraus. Antwort: nee, das sind Wellen, Kap-Effekt.

Kap-Effekt ist ein Phänomen, durch den Wind und Wellen an einer Landspitze gebeugt werden und dann lustige Streiche spielen. Wir wurden zu einem Rodeo eingeladen. Aber das war auf einen kleinen Bereich begrenzt und mit etwas Umsicht unangenehm aber nicht schlimm.

Danach ging es dann flott gen Hogsty Reef. Das ist ein Korallenring, im Pazifik nennt man das Atoll. Außen Atlantik, innen dann ruhiges Binnenwasser, dachten wir.

Flott unterwegs
Unser Atlantik Atoll

Nun, um es kurz zu machen, es war ’ne blöde Idee! Das Atoll ist so flach, dass es zwar die Wellen bricht, aber diese rollen dann als fiese kleine, steile Wellen durch. Es war die übelste Nacht seit Korsikas Hauptstadt Bastia. Da hatten wir mit Daniela und Olaf so ein „Erweckungserlebnis“.

Aber, o.k. es hilft ja nix. Beschlossen zu ankern und damit basta. Aber den Schnorchelausflug für den nächsten Morgen haben wir abgesagt.

Die Nacht könnt ihr nachempfinden, wenn ihr einem Achterbahnbetreiber überreden könnt, euch eine Matratze ins Gefährt zu legen und dann volle Pulle die Nacht durch. Dazu kräftige Weltuntergangsklänge wie krachen, knartzen, Schläge und quietschen. Natürlich nicht in Zimmerlautstärke!😊👍💪

Also Hogsty, du magst Weltnaturerbe sein (?), eine Berühmtheit unter Atlantikseglern. Aber wer uns so lieblos empfängt, wird uns wohl kein zweites Mal sehen. 👎

Etwas verpennt sind wir kurz vor Sonnenaufgang aufgestanden, haben die zerschlagenen Glieder gereckt, das Krönchen aufgesetzt  und sind nach einer Katzenwäsche um 6:30 Uhr Anker auf.

Da hofften wir noch, es würde zur Ebbe hin ruhiger werden
Gleich kommt sie
Und immer wieder geht die Sonne auf, . . .(P. Alexander)
Und weg hier

So, jetzt gleiten wir gemächlich mit 4 – 5 kn Richtung Castle Island. Die iCat mit großem Gennaker (oder so).

Einfach schön!

Wir sind mit Groß und Genua unterwegs. Um 15 Uhr sollten wir dort ankommen. Dann geht es scharf rechts in die Jamaika Bay, eine erste geschützte Bucht von Acklins Island.

Gemütlich nach Norden, in die berühmten türkisen, seichten Gewässer der Bahamas
Um 8:02 Uhr aufgenommen!

So, hoffen wir auf eine weniger ruppige Nacht in der „Jamaca Bay“ ⛱️🌈.

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