Dominikanische Republik, Mona Passage 2. Teil bis Samaná

Nach dem turbulenten ersten Teil der Passage haben wir nach einem guten Wetterfenster gesucht. Vorgabe wenig Wind und Welle! Das war für den 7.1. angesagt. Also wieder Despacho und die Rechnung der Marina zahlen.

Wenig Wind entlang der Route
Wieder Despacho erfolgreich erledigt

Nach der Ausfahrt durch die sehr gut markierte Zufahrt ging es angenehm los. Wir setzten Segel aber nach kurzer Zeit drehte der Wind und schlief auf unter 5 kn ein. Das mit Schwell ist zu wenig um sicher zu fahren. Unter 3 kn Fahrt ist das Lenken stark eingeschränkt. Also mit einem Motor entspanntes Fahren in 1,5 nm Abstand entlang der Küste. Der angekündigte Regen kam pünktlich.

Intrepid Bear im Regen und mit alter Dünung

Was wir nicht drauf hatten, waren die vielen Bojen zu Lobsterfallen. Ein wahres Slalomfahren. Natürlich haben wir uns in einem aufmerksamen Moment beim Wachwechsel eine solche Leine eingefangen. Cherie hat schnell den Motor auf Leerlauf gestellt und der Skipper musste mit Brotmesser bewaffnet ins Wasser und die Leinen abtrennen. Etwas doof bei dem Schwell, aber wenigstens war es hell und das Wasser warm. Erfrischt ging es dann mit erhöhter Aufmerksamkeit und noch größerem Abstand zum Land weiter. Plötzlich eine und dann noch eine Wasserdampffontäne links neben uns! Und dann nochmal und der buckelige Rücken mit kurzer Finne. Buckel-Wale! Hoffentlich gibt es keine Kollision in der Nacht. Hier hatten wir noch nicht mit einer Sichtung gerechnet.

Admiral passt auf

Die Dunkelheit setzte ein, etwas Mondlicht der halben Sichel erhellte zu Beginn die Nacht. Mit gut 5-6 kn Fahrt schoben wir uns, immer wieder geschubst durch alte Dünungswellen unserem Ziel entgegen. Das magische Wetterleuchten in einer großen Wolke hinter uns gab das Tüpfelchen auf die Atmosphäre der Überfahrt. Berechnete Ankunft: 01:30 Uhr. Hm. Stockdunkel, Mond verschwunden, das kann ja werden. . .

Glücklicherweise hatte ich mit Stefans Hilfe den Fluxgatekompass in Cap Cana neu kalibriert. Also konnte der Autopilot den von mir geplanten Kurs sehr genau steuern. Eine große Hilfe und Erleichterung, ist doch die permanente Konzentration sonst extrem anstrengend.

Wir hatten von anderen Seglern gelesen, dass die Zufahrt zur Samana Bucht gut betonnt ist und man der Seekarte folgen kann. Also weiter und los in die stockfinstere Nacht!

Wo geht es lang?

Ist schon speziell, wenn man in der Ferne ein paar rote Lichter blinken sieht (Fahrwassertonne rechts), ein weißes Licht einen Fischer kennzeichnet, ansonsten schwarzes Wasser unten und toller Sternenhimmel oben.

Ja, es hat gut geklappt. Wir sind langsam der Route gefolgt und sicher eingefahren. Alle Tonnen lagen, wo wir sie laut Karte sehen sollten. Aufregend aber toll!

Wo geht es jetzt hin?
Auf Google Maps kann man sich im Vorfeld gut orientieren

Die Einfahrt in den Hafen erfolgte wie geplant, nahe am Malacon den Anker geworfen und nach einem Bier um 02:00 Uhr in die Koje. Gut gelungen, erste echte Nachteinfahrt gemeistert, da schläft es sich kurz und gut!

Am nächsten Morgen erschien Luis zusammen mit Armada und M2 bei uns und erledigte die Ankunftsformalitäten.

Einklariert in Samana Bay

Der Tag wurde dann mit einem ersten Landgang, kräftig Bier und Pasta und anschließendem Besuch einer Lokalstrandbar gefeiert.

Anlanden am Strand
Lecker und gute Musik
Die Brücke zur Insel Cayo Vigia
Morgens am Ankerplatz vor Cayo Vigia

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