Dominikanische Republik, Mona Passage 1. Etappe

Mona Passage, da klingeln bei allen Cruisern die Alarmglocken. Diese Meerenge zwischen Puerto Rico und der Dominikanischen Republik ist berüchtigt für unangenehme und z.T. gefährliche Durchfahrten. Das liegt daran, dass direkt davor der Atlantik 4000 m tief ist und die Wassermassen des Atlantiks dann über die Barriere von 100 m Tiefe zwischen den Inseln ins Karibische Meer kräftige Strömung erzeugen können. Das in Verbindung mit den oft starken Winden hier . .  . Das kann ja heiter werden. 

Oben am roten Dreieck: Samana, unten Isla Saona, da kommen wir her. ⛵🍀

Nun gut, gehen wir es in Etappen an. Von Isla Saona nach Cap Cana sind es gut 45 nm. Mit frühem Losfahren (6:00 Uhr) sollte das gut bis 16:00 Uhr zu schaffen sein. Nachts und bis morgens 9:00 Uhr ist Nordwind, der sollte uns unter Segel bis um die Insel bringen…

In die aufgehende Sonne ☀️!

Wir haben diese Tour als Dreiergruppe geplant und durchgeführt. Südlich von Isla Saona fahren wir gemütlich unter Segel unsere Route, da kommt ein Boot unserer Gruppe unter Motor unseren Kurs kreuzend, heftig winkend,   immer näher. Wir winken zurück und bemerken, dass bei dem Abstand keiner am Ruder ist!!! Autopilot. Wir brüllen und der Skipper geht ans Ruder und reißt das Boot in letzter Sekunde rum. 1 m Abstand. Puh, das hätte übel ausgehen können. Der weitere Kurs hätte eine erneute nahe Begegnung wahrscheinlich gemacht. So haben wir abgedreht und große Distanz zwischen unseren Booten erzeugt.

Das war knapp!🤔

Dann ging es in die Mona Passage rein. Der Wind war deutlich mehr aus der Gegenrichtung als vorher angekündigt. Also wieder kräftig schaukeln und Gischt ohne Ende. Kräftige Wellen aus allen Richtungen. Zum Teil hatten wir 4 kn Gegenströmung. Das merkt man, wenn plötzlich die Bootsgeschwindigkeit über Grund (SOG) auf 2 kn abfällt, das Wasser aber am Heck kräftig sprudelt. Da musste unser Motor mithelfen, wir sind ja nicht erpicht, die in den Hinweisen schwierige Einfahrt zur Marina Cap Cana in der Dunkelheit zu meistern. Zu allem Überfluss verschwand die Seekarte vom Plotter genau an der schwierigsten Stelle der Passage mit Untiefen und starker Strömung. Also Plotter (B&G) aus- und wieder eingeschaltet. Puh. Karte wieder da. Also weiter nach Norden, die Marina erwartet uns.  OK. Es ging weiter gut voran und wie von der Marina gewünscht, haben wir uns gegen 15:00 Uhr, 1 nm vor der Einfahrt über Funk gemeldet und sind mit Tempo, wegen der rolligen See, durch den super gut ausgeschilderten Kanal in die Marina eingelaufen.

Boah, was für eine top organisierte und moderne Marina. Intrepid Bear hat uns beim Anlegen geholfen und dann gab es erstmal ein Anlegebier 🍻😊🍀.

Die Zufahrt am nächsten Tag

Wir haben den Beinahe-Crash besprochen, es gibt dazu wie immer unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen. Cherie und ich haben beschlossen mit dem betreffenden Boot nicht weiter gemeinsam zu fahren. So einen Stress wollen wir nicht. Die Entscheidung ist uns schwer gefallen, aber es ist nicht Sinn dieser Reise, sich mit unnötigen Sorgen zu umgeben. Die Sorglosigkeit, welche wir durch erhöhte Umsicht ausgleichen müssten, ist nicht Teil des Paketes. Wir wünschen dem betreffenden Boot und seiner Besatzung alles Gute, aber ohne uns.

Ja, so hat unser Leben nicht nur Glücksmomente, es gilt auch manchmal schwierige Situationen zu meistern und Krisen zu lösen. Gelingt nicht immer schmerzfrei. Leider. That’s life 🍀

Darum geht es hier: Big fish hunting
Aber 10$ für eine Dose warmes Bier🤔
Unser Lieblingspool 🥳
Geht doch!🍀
Friedlich am Pier

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