Island with a smile

wird Grenada oft genannt und so haben wir diese schöne Insel auch erlebt. Jetzt nach mehreren Wochen zwischen Grenada und Carriacou ist es Zeit den Trip nach Trinidad für das Sommerlager anzutreten.

Als wir vor St. Georges friedlich vor Anker lagen kam die Coastguard auf eine kleine Inspektion vorbei.

Die Kontrolle war sehr freundlich und korrekt. Da bei uns EPIRB und Schwimmwesten in Ordnung sind gab es nur zufriedene Gesichter. Und der eine und andere Tip zur Sicherheit kam auch noch gratis rüber.

Der Ankerplatz hat neben dem klaren Wasser auch den Vorteil, dass es den Foodland Supermarkt mit Steganbindung nahe der Marina gibt. Da wird der Einkauf sogar ans Boot gebracht.

Es kommen doch schon ein paar Taschen zusammen!

Unser Ausflug zum local Farmermarket war etwas bescheiden. 1. Mai war am Mittwoch (Markttag) und die Verschiebung auf den Dienstag davor hat nur eine Standbesatzung mitgemacht. Aber dafür gab es eine gute Beratung und leckere Früchte.

Ja, Grenada ist eine Insel zum Wohlfühlen. Freundliche Menschen, tolles Bussystem und traumhaft schöne Strände und bergige Urwaldregionen.

Aber Grenada hat sich in den letzten Wochen sehr verändert. Die Regenzeit fängt an. Die meisten Bäume sind wieder grün. Der Urwald dampft und es regnet häufig und dann gerne heftig. Es geht halt alles etwas ruhiger zu. Da der Passatwind immer kühlende Luft bringt ist es gut auszuhalten auf dieser grünen Insel. Es ist auf einmal ein ganz anderes Feeling.

Wir haben die Zeit genutzt haben die Wanderschuhe rausgesucht, Getränke und Kekse eingepackt und sind einmal um den Grand Etang Lake gewandert.

Was sieht man nicht? Richtig, andere Touristen. Ja, die Saison ist beendet, die großen Cruiser sind im Norden bzw. im Mittelmeer. Es ist ruhig hier. Auch die Buchten werden leer, die Kneipen und Restaurants machen teilweise Sommerpause.

Jetzt ist es hier so wie vor vielen Jahren, einsame Buchten und nur Locals. Auch nett!

In den Buchten hier im Süden von Grenada liegen zunehmend die Dauerlieger, ein sehr spezielles Völkchen. Aber sie scheinen zufrieden zu sein, was das Wichtigste ist.

Gestern brauchten wir mal wieder Bargeld. Der nächste ATM ist auf dem Campus der hiesigen Uni. Also hin und bei der Wache höflich gefragt und siehe da, wir durften auf das abgeschlossene Gelände und uns wurde der Weg zum ATM ausführlich erklärt.

Edel ist gar kein Ausdruck. Also nutzten wir die Gelegenheit für einen Rundgang.

Auch auf dem Campus der Medizinischen Hochschule ist es ruhig. Aber hier wird Uni neu definiert. Im Hintergrund ist der „Mensabereich“ zu sehen. Edler als in den örtlichen Hotels, mit Buffet, Billardtischen und eigenem Strand vom Feinsten.

Dahinter dann im Atrium große Openair Bereiche zum Lernen und Üben.

Ja da studiert man gerne. Das geht so: Papi oder Mami haben ca. 26.000€ im Jahr für Studiengebühren übrig. Dann noch Kleingeld für Wohnen, Essen und Leben. Das führt dann zu einem Physikum in Grenada und anschließend zur klinischen Ausbildung in USA oder UK. Wer jetzt die Nase rümpft, die Unis in UK und USA sind nicht billiger.

Für uns gut, es gibt super leckeres Essen im Containerpark. Das ist eine hübsch angeordnete Anlage aus Überseecontainern die zu Imbissbuden umgebaut wurden. Von Sushi 🍣 über Burger 🍔 und Pizza 🍕 bis zur griechischen Küche ist alles vertreten. Sogar das Eis zum Dessert kann sich wirklich sehen lassen. Und alles für faires Geld.

Ein bisschen Wehmut kommt auch auf. Ist es doch wieder Zeit Abschied zu nehmen.

Anette und Michael von der Limelight gehen demnächst mit neuer Genua und heißem Außenbordmotor zu den ABC-Inseln.

Dorothee und Stefan von der Invia suchen noch etwas nördlich den richtigen Absprung nach Tobago und dann weiter nach Trinidad.

Unsere Gastcrews sind auch wieder wohlbehalten zurück bzw. Andi turnt noch in Mittelamerika im Dschungel rum. Für uns war es ein tolles Erlebnis mit Gästen an Bord diese schöne Gegend zu erkunden.

Aber jetzt steht wieder ein Wandel an. So bereiten sich alle auf die nächsten Ziele und wir uns jetzt auf die Passage im Convoy nach Trinidad vor. Dazu dann später mehr.

Das Ausklarieren ging wieder sehr entspannt. Da eigentlich am Sonntag keine Kundschaft zu erwarten war, machte der Officer schnell mal einen Wechsel der Bremsbeläge an seinem schicken Honda. Aber trotz unserer Störung hatten wir einen netten und günstigen Verwaltungsvorgang. 40EC$ Overtime, kann man nicht meckern.

Ob es so gut gelaunte Beamte auch bei uns an einem Sonntag gibt ?

Grenada, Island with a smile 😊

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