Eine Woche

sind wir jetzt vor Portsmouth (Dominica) entspannt an der Mooring und genießen das Leben auf Dominica. Ja, genießen ist das richtige Wort, denn entspannter als in der Prince Rupert Bay geht kaum.

Wie schon geschrieben hat der Hurrikan 2017 großen Schaden angerichtet. Der größte Schaden ist aber wohl die anschließende Flucht von mehr als 20.000 Personen bei gerade einmal etwas mehr als 70.000 Einwohnern. Dabei sind (verständlich) die gut ausgebildeten in der Mehrzahl gewesen. Auch die Medizinische Hochschule hat die Insel gewechselt. Das ist tragisch! Es fehlen halt viele Hände und vor allem Köpfe für den Wiederaufbau. Hier erlebt man die andere Seite von Fluchtbewegungen.

Es fehlen die Hirne die organisieren, Andere antreiben und anlernen. Also mal ein Beispiel:

Klage aus dem Strandrestaurant über zu wenig Gäste.

Aber:

Kommen Gäste ist der Getränkevorrat nicht gekühlt und aufgefüllt und das Essen nicht vorbereitet. Also geht die Kundschaft wieder und macht, was ein Kundschafter so tut, die Erfahrungen mitteilen. Also kommen noch weniger potenzielle Gäste. Gut für das Personal, es bleibt mehr Zeit fürs Handy.

Auch die Happy Hour ist nicht verankert als Instrument der Umsatzsteigerung. So geht es also langsam voran und die großen Tourismuskonzerne profitieren, die jetzt erstmals große Hotelanlagen aufziehen können. Natürlich „all inclusive“.

So stirbt vielleicht der Traum vom Alternativen Tourismus der die Insel so charmant gemacht hat.

Aber hoffentlich kommt es doch anders und die Insel behält ihr einzigartiges Flair

Der kurze Film gibt einen kleinen Eindruck vom Charme der Insel. Indian River tour und etwas Karneval. Dieser geht hier an Wochenenden von morgens bis Abends auf der Straße mit viel Rhythmus, Lärm, Marihuana, Bier und Schweiß. Klasse!

Von der Schönheit des Dschungels konnten wir ein wenig erfahren auf dem Waitukubuli Trailabschnit 13, der an der Nordspitze der Insel wieder freigegeben ist.

Diese Wege durch den Dschungel werden von Patenschaften in mühsamer Arbeit mit Kettensägen, Machete und Hacken begehbar gemacht und gehalten. Was sich leicht schreibt ist Knochenarbeit von Freiwilligen in großer Hitze. Und das jeweils 1 kompletter Tag pro Woche.

Sylvia, die hier eine Lodge betreibt ist da sehr engagiert 👍👍👍😎.

Das ist es, was Braindrain meint. Es ist halt wichtig das kluge, engagierte Menschen im Land bleiben. Danke Syvia und allen die die Aufgabe wuppen!

Aber da muss man als Gast auch zurückhaltend mit der Wertung bleiben. Das reale hohe Risiko des Verlustes von Vermögen und Leben ist hier anders als wir es aus Europa kennen!

Wünschen wir den Menschen hier viel Glück für die Zukunft, weniger Hurrikanschäden und das der Tourismus wieder hochkommt. Die Kreuzfahrer kommen schon wieder und bringen bei allen Unkenrufen Geld auf die Insel.

Der Aufzug der klassischen Segelkreuzfahrer in der Bucht ist schon toll 👏.

Der oben angesprochene Trail hatte es in sich: 4 Stunden durch den Dschungel, über umgestürzte Bäume krabbeln, an abgerutschten Berghängen entlang hangeln. Welch ein Erlebnis. Frische Grapefruit vom Baum gepflückt und gleich verspeist. Lecker und erfrischend. Und auf dem Weg zurück zum Boot eine gratis Dusche und Regenbogen. Herz, was willst du mehr.

Morgen (15.02.19) gehts voraussichtlich wieder gen Süden. Ziel Martinique 🇲🇶. Dort steht Proviantieren an und dann geht es auf in die Grenadinen. Die Insel Baradal liegt dort und das war ein Ziel für unsere diesjährige Reise. Und dann stehen auch einige Besuche an auf die wir uns sehr freuen. Unsere Zeit auf Tour kommt auch langsam an ihr diesjähriges Ende. Noch gut 12 Wochen und dann geht es wieder in Richtung Heimat. Auch schön.

Dominica 🇩🇲, wir kommen wieder!

So, jetzt konstatiere ich totale Unterhopfung und werde dies adäquat bekämpfen. Kubuli komm her zu mir:

🌴🇩🇲😎👍🌎

Die sind einfach so schnell leer 😂😂😂

😎

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