Fort-de-France

ist die Hauptstadt von Martinique ­čç▓­čçÂ. Und da muss man schon mal sagen: Respekt!

Auch ├╝ber Martinique ist der letzte gro├če Hurrikan durchgezogen. Und man sieht noch immer die Wunden. Hier ein zerst├Ârter Steg, dort eine nicht markierte gesunkenen Yacht am Ankerplatz und viele zerst├Ârte Buden und Bretterbuden. Aber wie immer kommt es auf die Perspektive an!

Man kann es auch so sehen, dass die Leute sich nicht unterkriegen lassen. Es wird (mit Hilfe der EU und Frankreichs) viel aufgebaut und repariert. Hier auf Martinique sind die H├Ąuser meist stabil gebaut (Beton) oder klein und dann aus Holz. Das eine h├Ąlt was aus, das andere kann man gut reparieren.

Also hier vor der Hauptstadt ist ein grosser Ankerplatz. Super Dingysteg und direkt daneben legen die Kreuzfahrtschiffe an.

Als Fahrtensegler ist es ja nicht wie im Urlaub. Mehr so, als w├╝rde man mit Haus, Terrasse, Garten und Auto jeweils an einem neuen Ort ankommen. Also gilt es erst einmal zu kl├Ąren Wo wird geparkt (Dingysteg), wo gibt es Lebensmittel und wo findet man die Dinge f├╝r Sport, Handy und Hausreparaturen (Bootsreparaturen) also Baumarkt oder Yachtausr├╝ster. Danach kommt Spa├č in Form von Bars, Restaurants und Freizeitangeboten.

Hier auf Martinique ist es au├čergew├Âhnlich gut: die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Stehst du wie ein Depp vor dem Fahrkartenautomaten kommt gleich ein netter Hinweis von einem zuk├╝nftigen Mitfahrer wie das Ding zu bedienen ist. Ist sehr simpel: angeben wieviel Personen fahren sollen, Geld oder Kreditkarte rein und schon kommt der Fahrschein als RFID-Karte aus dem Automaten.

Und dann mit der Bahn vom Hafen direkt zu den Einkaufszentren oder Flughafen oder Wohngebiet. Nat├╝rlich ist es nicht so eine klapprige, dreckige und von verzogenen M├Âchtegernk├╝nstlern verzierte Rappelbahn, nein es ist ein sauberer, klimatisierter Doppelgelenkbus, welcher wie eine Stra├čenbahn auf eigener Fahrbahn mit Vorrangschaltung an Ampeln dahingleitet. (Bei uns fand man, dass die Dinger nichts taugen und deshalb hat man Busse nur mit einem Gelenk genehmigt)

Und das Netz aus Bussen ist dicht. Lediglich im Internet ist es f├╝r uns nicht auffindbar gewesen.

Wir sind v├Âllig platt wie klasse das l├Ąuft und machen die Eink├Ąufe im Decathlon, Mr Bricolage (Baumarkt) und HyperU (Supermarkt). Was will man mehr???

Schwer beladen geht es zur├╝ck. Herrlich so klimatisiert zu fahren. Und der Busfahrer versucht nicht Schumacher zu imponieren, kann er auch nicht, da automatisch sanft beschleunigt wird und macht Nachz├Âglern sogar die T├╝r auf.

Hab ich schon mal gesagt, dass die Leute hier nett sind? Sind sie wirklich. Und der kleine Abfall fliegt in den M├╝lleimer wovon es reichlich gibt. Und am Zebrastreifen halten die Autofahrer wirklich an. Merkt man, dass mir die Insel sympathisch ist? Ist sie!!!

Ach ja. Ich h├Âre gerade AIDAdiva hat dazu gelernt. Eine Band spielt karibisch angehauchte Musik. H├Âren wir auch an Bord noch in guter Lautst├Ąrke. Nett.

Apropos Musik. Hier sind Trommeln das Ding der Wahl. Gestern waren Trommelgruppen in der Stadt unterwegs. Klasse! Und im Supermarkt wird aus Kornflakesdose, Reiskarton und noch ein paar Beh├Ąltnissen ein Schlagzeug improvisiert und die Kundschaft in den elend langen Schlangen vor der Kasse begl├╝ckt. So macht Warten Spass. Denn was man hier lernt ist auch Geduld!!! Warum sollte man den Vorgang „Kassieren“ nicht etwas aufpeppen ? Zum Beispiel mit einem netten Plausch oder der Beratung zum Einkauf und umgehender neuen Auswahl der etwas besseren Kekse oder Gefl├╝gelpackung?

Alle anderen Kunden warten geduldig bis sie entweder bezahlen k├Ânnen oder selber etwas zum sozialen Miteinander beitragen k├Ânnen. Unvorstellbar f├╝r uns, die Lidlschnellkassengew├Âhnten. Aber auch das lernst du hier, wenn du mit dem Boot durch die Welt schipperst.

Soviel f├╝r heute. Mich hat eine Entz├╝ndung am Ohr etwas ungl├╝cklich erwischt. Wenn wir es mit unserer Bordapotheke hinkriegen gut, sonst steht ein Arztbesuch an. Das kann bei meinen Franz├Âsischkenntnissen (1%) und den hiesigen Englischkenntnissen (50%) spannend werden. Aber es wird schon besser.

So, an der AIDA werden die Halteseile gel├Âst und gleich geht sie wieder raus. Sie kam von Panama und geht jetzt weiter nach Antigua.

Wenn die Kisten nur nicht so schlimm die Luft verpesten w├╝rden!!!

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