Und nun?

Sitzen wir schon 2 Wochen in der Marina Rubicon auf Lanzarote. Die Anspannung unserer ersten Atlantikerfahrung ist verdaut. Wir sind am Planen.

Für die nächsten Passagen sind Zeiten von 6 Tagen und 2 Wochen jeweils einzuplanen. Da will man schon wissen, ob das Wetter stabil ist oder eine Störung herannaht. Dazu gibt es zwei Wege:

Kurzwelle und entsprechende Technik. Kosten mindestens 5000€ (gebraucht) und viel Übung und gute Installation. Laufende Kosten ca. 300€/a (Mailservice). Telefon nicht möglich.

Satellitenmodem (~Fritzbox) und externe Antenne. Kosten ca. 600 – 1000€ (neu) rel. einfache Installation. Laufende Kosten ca. 130€/m (Nutzung nur für Passagen nötig) Da bekommt man eine Internetflatrate, SMS free, 150 min/m Telefonieren und einen Tracker, der die Position des Bootes in Google Earth aufzeigt und somit die Reise in Echtzeit dokumentiert. Geile Sache! Der Link unten führt auf die Seite und zeigt unsere Position während der Passage und Laufzeit des Vertrages mit Iridium.

https://api.whatusea.com/embed/623c2a64d5356d8fb23e724b5b30c8ba

Das kleine Zauberkästchen ist neben der Funke montiert und wird uns auf den nächsten Fahrten mit Wetter, Telefon 📞 und Positionsmeldung begleiten. Wir haben bis Mitte Januar gebucht. Wenn ich jetzt noch das Senden von SMS hinbekomme ist alles perfekt.

Die Wetterdaten kommen in zwei Wegen rein:

Kostenfrei als grib-files. Das sind komprimierte Dateien, die dann auf dem Plotter oder Handy das Wettergeschehen sichtbar machen. Auf dem Raspi mit opencpn (Naviprogramm) sieht das so aus:

Man sieht schön rot das Sturmtief im Anmarsch, das uns heute beglückt.

So und wie geht es nun weiter?

Zuerst mal sind wir froh und super happy, dass Heide uns auf der Passage verstärkt. Dann hat bei 3h Wachen jeder 6 h zusammenhängende Ruhephasen. Ein wahnsinniger Gewinn. Und die Anwesenheit von Heide ist erst der Hauptgewinn. Wir freuen uns sehr!!! 😊😊😊

So, und nun?

Wir wollen möglichst spät in die Karibik. Da Heide noch ihre Familie zu Weihnachten beglücken will, fahren wir wohl Ende November von den Kanaren los in Richtung Kapverdische Inseln 🌴 Dort werden wir, wenn es passt, kurz rasten und etwas umschauen. Aber nicht lang.

Dann geht es auf die lange Strecke. Immer im Passat nach Westen. Ca. 2 Wochen bis Barbados 🇧🇧. Dort ist dann erstmal Ausschlafen und Champagner 🍾 angesagt. Weiter geht es dann nach Martinique, wovon Heide gut wieder nach Hause und zur Familie zurück kommt. Wir werden dann den Teil der Karibik erkunden, der auf dem Weg nach Trinidad liegt. Das sind dann besonders die Inseln um Grenada 🇬🇩.

So, und bis zur Abfahrt?

Da ist noch Einiges zu erledigen. Ein bisschen an der Elektronik basteln, den prioritären Tank für den Wassermacher wechseln und ein paar Inspektionen an den Motoren und Antrieben.

Wir wollten eigentlich noch mehrere Inseln der Kanaren besuchen und dabei auch Freunde treffen. Das wird aber schwierig, da die Marinas z. Zt. alle durch die zur ARC eintrudelnden Boote belegt sind. Da wir einige andere Marinas angeschaut haben, wissen wir die Marina Rubicon sehr zu schätzen. Und Jay vom örtlichen Schiffsausrüster hat auch immer die passenden Teile bereit und kennt auch alle Quellen für besondere Teile (z.B. Geschäft wo ich Kondensatoren zur Funkenlöschung am Gleichstromschalter mit induktiver Last bekomme) (hat das einer verstanden?)

So, also bis Ende Oktober bleiben wir hier, dann haben wir einen Ankerplatz im Hafen von Gran Canaria reservieren können. Dort werden wir dann Heide aufnehmen und auf unser Wetterfenster für die große Reise warten. Dabei können wir dann noch Glen und Mary wiedersehen die mit der ARC fahren.

So, jetzt bin ich total unterhopft und wir gehen zur Therapie zu Günther und Gabi, die mit ihrem Kat auch hier auf die Überfahrt nach Gran Canaria warten. 😎⛵️🍻

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