Schatten über dem Paradies 🏝️

Ja, auch bei uns ist nicht nur heile Welt. Aber es ist trotzdem ein Geschenk, dass wir diese Reise so erleben dürfen. Dafür sind wir sehr dankbar.

Am 17.03. 24 geht der Anker in George Town auf. Tschüß Exumas, es war eine schöne und lange Zeit hier. Auf nach Cat Island🏝️.

Wir haben ja bisher mit dem 🎣 kein Glück gehabt. Insbesondere, weil wir nie die Leine mit Köder raus gelegt haben. Stefan und Beat haben uns ins Gewissen geredet und mit Angel und optimiertem Köder versorgt.  Also Leine raus und happy sailing.⛵

Die Angel ist raus und biegt sich. Noch ist kein 🐟 dran.

Am Abend kurz vor Cat Island ruckt es, die Angel biegt sich krass, die Trommel rattert.  Da muß was angebissen haben. Es war ein gutes Stück Arbeit den Fisch an Bord zu bekommen. Cherie zerlegt das Tier geschwind, der Grill freut sich.

Der erste selbst gefangene Fisch wird zerlegt

Es war ein überaus delikater Fang. Der Abend könnte kaum schöner sein. Die Überfahrt findet einen schönen Abschluss vor Anker.

Sonnenuntergang Cat Island

Am nächsten Morgen geht es von ‚The Bight‘ nach ‚Pigeon Cay‘. Eine kurze schöne Strecke mit sehr wenig Wind. Wir gondeln zusammen mit der Obelix gen Norden. Obelix kurz vor uns. Dann kommen wir uns sehr nahe und sehen Delfine vor uns und der Obelix. Wir rufen Frank, der war kurz eingenickert, wacht auf und schaut was da los ist. Tatsächlich eine Schule junger Delfine zwischen unseren beiden Booten. Wie schön.

Dümpeln nach Norden.
Delfine zwischen unseren Booten.

Am Ankerplatz liegt noch ein Katamaran. Wir ankern. Und bald kommt das angekündigte Unwetter. Es bläst kräft. Der Regen prasselt. Der Anker hält🍀

Am nächsten Tag geht es weiter.

Wir wollen mit einem Zwischenstopp in der ‚Half Moon Bay‘ rüber nach Eleuthera. Dort wollen wir die Crew der iCat treffen..

Wieder ein herrliches Abendessen 🎣
Es liegt ein Kreuzfahrer vor der Bucht. Nicht vor Anker, sondern mit laufenden Motoren auf der Stelle treibend. . .

In Rock Sound gibt es ein großes Treffen und Hallo. Aber am nächsten Tag berichten Sabine und Zoltan von einem tragischen Unfall vor Staniel Cay. Ihre Bekannten aus USA sind von einem Ausflugsboot im Dinghy überfahren worden. Ein furchtbarer Crash. Die Frau ist tot, ihr Mann schwer verletzt. Zoltan und Sabine helfen ihm die Situation zu meistern, es gibt neben Zuspruch auch viel zu organisieren.  Ja, es ist manchmal gefährlich. Wir weisen deshalb unsere Gäste immer auf die Gefahren hin und meiden die Bereiche mit Ausflugsverkehr so gut es geht.

Es gibt viel zu schwätzen. 🍹🍻
Schlechtes Wetter in Rock Sound, Dancing Queen ⛵

Natürlich kommt wieder, wie so oft dieses Jahr, eine Schlechtwetterfront durch. Es bläst, schaukelt und gießt in Strömen.  Aber unser Anker mit neuer Edelstahlkette bewährt sich mal wieder🍀⚓ Es war klug, dass wir damals auf den 25 kg Rocna gewechselt sind.

Marketing ist, wenn’s der Zielgruppe gefällt 😂🤗

Aber wieder ist es Zeit zum Abschied. Die „Obelixen“ gehen los zur Ostküste. Ihr permit für die Bahamas läuft bald aus und eine Verlängerung ist sehr teuer.

Und Tschüß und gute Fahrt⛵🍀

Sie erleben bei der Ankunft in USA eine unangenehme Überraschung: sie bekommen kein Cruising Permit für die USA, da sie nicht offiziell aus den Bahamas ausklariert (mit Stempel) hatten. Das nehmen einige Zollbeamten in USA  jetzt auf einmal sehr ernst. Also mit etwas mehr Aufwand zum Sommerhafen.

Ostern ist ein großes Fest in Rock Sound.

Homecoming, das ist auf den Inseln der Bahamas DAS Ereignis des Jahres. Dazu kommen die Familien und Freunde aus allen Gegenden auf ihrer Heimatinsel 🏝️zusammen und es wird groß und laut (!) gefeiert. Wir ankern um, es war etwas dicke . . .

Osterüberraschung von der iCat-Crew
Jobangebote, die sind sonst rar

Hier auf den Bahamas war früher eine sehr ertragreiche Landwirtschaft. Da das aber auf übler Sklavenarbeit beruhte, haben die Bahamians auf körperliche Arbeit in der heißen Außenumgebung keinen Bock mehr. Kann man verstehen. Ist bei uns ja nicht viel anders, auch wenn die Löhne und Arbeitsbedingungen wesentlich besser sind. Tourismus ist die wesentliche Einnahmequelle auf den Inseln. Der Staat unterstützt kräftig das es möglichst gepflegte Resorts und Unterkünfte gibt. Dazu werden Straßen, Stromleitungen. Telefonmasten und Wasserleitungen gebaut.

Die bei uns so gescholtenen Kreuzfahrtschiffe halten auf ihren Touren an kleinen Inseln oder Buchten, welche zu abgeschotteten Vergnügungscenter ausgebaut wurden. Ein Vorteil ist, dass nicht Massen an Touristen die Inseln überschwemmen sondern auf begrenztem Raum bespasst werden. Da gibt es also dann Freizeitparks wie in Rust oder Strandamüsement wie auf Malle. Dafür muss natürlich kräftig gebaut und alles gepflegt werden. Das bedeutet gute Jobs! Die Arbeitsboote, recht große und komfortable Fähren, bringen die Arbeitskräfte morgens hin und abends wieder zurück. Deshalb legen die Cruiser auch spätestens ab 16:00 Uhr wieder ab. Der Feierabend ruft. Und vorher muss ja noch aufgeräumt werden.

So ist es auch mit den kleineren Inseln in Aussenlagen. Die Arbeiter und alles Material zum Hausbau oder für die Supermärkte wird fleißig hin und her gefahren. So ein Bauarbeiter erkundigte sich dann mal bei einem der von mir gerne geführten Schwätzchen, wo man denn so in Deutschland toll Urlaub machen kann und was man sich unbedingt ansehen soll. . . 

Ja so kommt der Wohlstand und mit ihm die nächste Gruppe in der sozialen Leiter, die Armutsflüchtlinge aus Haiti. Man braucht sie auf den Baustellen, aber es gibt große Probleme mit der „Integration“. Die Haitianer kommen aus einem anderen Kulturraum (z.B. Voodoo) und sind durch die extremen Bedingungen auf Haiti geprägt. Ihre Siedlungen sind meist nicht legal und werden dann teilweise wieder abgerissen. Auf Eleuthera ist das ein großes Thema. Ja, auch hier ist es hinter der Fassade nicht immer nur toll.

Homecomming

Die zwei netten Frauen (Mutter, Tochter) haben wir am Atlantik-Strand von Rock Sound getroffen. Sie stehen für die große Zahl an früheren Armutsflüchtlingen aus der Karibik die in die USA ausgewandert sind, dort ihren Weg gegangen sind (Intensivpflegerin, Studentin) und jetzt ihren weiteren Lebensweg im Umfeld der Familie auf den Bahamas organisieren. Die Familie hat Baugrund, so lässt es sich leben. Das neue Haus wird erschwinglich. 👍

Schaukel am Strand😀
Kuchenessen.😋 Danke Cherie 👍
Strandtag

Ja, auch das gibt es. Aber (erstaunlich) nicht so oft. Meist liegen Arbeiten an, Einkaufen ist angesagt oder es ist der Badeausflug vom Boot aus verlockender.

Die iCat unter Parasailor (Spinnaker)
Zoll und Immigration kontrollieren
Freundliche Beamten, solange alles seine Richtigkeit hat

Wir wurden jetzt zum zweiten Mal kontrolliert. Anscheinend gibt es Gründe die Cruiser etwas stärker im Auge zu behalten. Man muss die Pässe zeigen und das Cruising Permit vorlegen.

Alles Banane🍌
Der unglaublich weite Strand vor Spanish Wells
Die Farbspiele faszinieren uns immer wieder
Kokosnuss frisch geerntet und angezapft
Nach dem Trinken kommt das Öffnen mit der Machete
Endlich mal wieder Kaiserschmarrn 😀
Falcon9 erste Stufe im Landeanflug !!!gestartet von Cape Canaveral

Der Start der Falcon9-Raketen von Florida aus geschieht teilweise zweimal pro Woche. Die Dinger🚀 fliegen an den Bahamas entlang ins All.  Die ersten Stufen landen dann wenige Meilen von uns entfernt auf einer schwimmenden Plattform im Meer. Unglaublich!!!👍Sie werden danach nach Florida geschleppt, dort überprüft und gehen dann frisch betankt wieder an den Start. Welch eine technische Meisterleistung. Und im Gegensatz zu den europäischen Raumfahrtprojekten achtet das Team von SpaceX peinlich darauf, möglichst wenig Abfall im Orbit zu hinterlassen.

Golfcart mal anders
Zoltan, der Schlangenmensch 👍🙏

Eine Holzleiste hat vom Fenster Wasser abbekommen und muste geschliffen und neu lackiert werden. Ja, und um diese kleine Holzleiste zu lösen, mussten die Schrauben von unten gelöst werden. Gut wenn man bewegliche Freunde hat. 🤗👍🍀😘⛵ Ich komme da dann doch an meine Grenzen. Trotz Zusammenfalten pass ich da nicht hinein.

Ist schon traumhaft schön vor Spanish Wells
Auf zu den Abacos, der Heimweg steht an. Großer Aufbruch.

Es steht ein gutes Wetterfenster an, 10 -15kn SüdOst. Eine große Gruppe von Seglern macht sich morgens auf den Weg die gut 50 nm bis zu den Abacos zu bewältigen. Dabei ist ein Seegebiet mit oft blöden Strömungen und wechselnden Winden zu durchfahren. Dazu passieren hier viele Frachtschiffe. Also ist ein wenig Umsicht und sorgfältige Planung angeraten. Da wir die Strecke kennen und besonders mit dem ersten Teil durch das Riff Erfahrung haben, sind unsere Hinweise zur Passage bei den Cruisern sehr willkommen. Schön, wenn man mal etwas von der Hilfsbereitschaft zurück geben kann.

Da gilt es morgens mutig entlang zu fahren⛵
Und tschüss Spanish Wells, die Abacos warten.
170 nm im April 2024 ⛵

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