🍀Glück ist

wenn man so eine Reise gemeinsam machen kann! Gut, nicht jeder Tag ist von Harmonie und Seligkeit erfüllt. Dazu sind zwei starke Charaktere an Bord und die vielen kleinen und großen Problemchen müssen gelöst werden…

6:30 Uhr, es dämmert;
Jannet, Ranger im State Park, hat uns mit ihrem Golfcart mitgenommen und immer ein nettes Wort!

Die Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen und zum Teil ungewöhnlichen Erlebnissen, das ist es, was am Ende diese Reise ausmacht. Ein paar Beispiele:

Kürzlich haben wir eine Tour nach Ft. Lauderdale downtown gemacht. Natürlich wieder mit dem Bus, Linie 40 für 1 $pro Person! Riesige Hochhäuser in modernster Pracht, das ist downtown im amerikanischen Sinne. Dazwischen der schmale Fluss. Das Ufer, hier „Riverwalk“ genannt, ist eine lange Marina. So liegen am Ufer große Motoryachten und Katamarane dazwischen ein paar kleine Boote. Aber der Hafenmeister ist, wie im Führer beschrieben, eine echte Mistkröte! Nuschelt unwillig etwas von kein Platz, alles ausgebucht, nein reservieren nicht möglich . .  Auch hier gibt es Fieslinge! Nun denn.  Am Ufer und entlang der Hauptstraße jede Menge Restaurants von teuer bis sehr teuer. 😀🥂

Busfahrt für 1$/Fahrt!
Wenn der Motor nicht will . . .
Die zwei Leguane sonnen sich. 🌞
Tolle Spiegelfassade
Zwischen den Häusern
Sind sie nicht herzig! ❤️

Wir schlendern herum, bekommen einen  guten Weg zu einem ATM beschrieben, der relativ günstig Bargeld ausspuckt. Denn das wird bei Besuchen auf der weniger begüterten Seite der USA gebraucht. Im Bus ist passendes Bargeld gefragt, Wechselgeld gibt es nicht. Auch manche Restaurants wünschen Bargeld oder es wird noch teurer und die Waschsalons arbeiten nur mit Quarter! Da muss man Acht geben, dass immer etwas im Portemonnaie klimpert.

Ein schöner Frappuchino von Starbucks und dann wollen wir auch langsam zurück. So schlendern wir den Las Olas Boulevard Richtung Atlantik zurück in Erwartung, dass der Linienbus Nr 11 uns zurück bringt. Da hält neben uns so ein überdimensioniertes elektrisches Golfcart an und der Fahrer fragt uns, wo wir hinwollen und ob er uns dorthin fahren kann. Och wie nett. Wir schwätzen fleißig und es stellt sich heraus, er verfolgt auf YouTube einige Segler (SY UMA). Die Fahrt ist schnell vorbei, er setzt uns direkt im State Park ab! Super. 

Hier ist das Verkehrssystem sehr vielschichtig: Die Mittel- und Oberschicht fährt Auto. Basta! In der Freizeit auch gerne jede Art elektrische Mobile, vom Golfcart über eBike, Fahrrad, Scooter oder Monowheel. Alles was Spaß macht. Dann gibt es noch Trolley-Systeme zu Wasser und auf der Straße. Das sind kostenlose Shuttle, die recht feste Touren fahren.

Die kostenlosen Shuttlecars

Und dann gibt es die App ‚Circle‘. Damit kann man kostenlose Fahrten innerhalb des Stadtgebietes bestellen! Super. Diese App kann man nur auf das Handy laden, wenn man es auf Standort USA und amerikanischer Nutzer umstellt. Das ist nicht schwierig, einfach einen neuen Nutzer bei Google eingerichtet und schon ist alles frei!

So bestellt man eine kostenlose Fahrt über die App im Fahrgebiet. Von 6:00 Uhr bis 23:00 Uhr, jeden (!) Tag

Die Unterschicht kann sich das nicht leisten. Auch Circle ist nicht in ihre Wohngebieten (siehe Karte oben) verfügbar.  Für diese Zielgruppe gibt es das Bussystem. Eine Fahrt kostet 1 $ egal wie weit. Damit sind wir dann zur größten Shopping-Mall gefahren. Dauer 1,5 h Fahrzeit mit dem Bus und Halt an jeder Kreuzung. (Mit Auto wären es ca. 30 min gewesen) Wir waren die einzigen Weißen im Bus. Aber es war sauber und total entspannt. Nur etwas kalt, die Klimaanlage bollerte und kluge Stammgäste hatten Jacken dabei. Was noch klasse ist, der Bus hat vorne (!) Gepäckträger für Fahrräder. Das wurde fleißig genutzt. So ist die Strecke von der Haltestelle zur Wohnung und zur Arbeit flott erledigt.

Im Bus (L36) auf dem Weg zur Mall
Unser Bus mit Fahrradträger vorne!!!👍

Die Mall ‚Sawgrass Mills‘ ist riesig, aber nicht unser Ding. Nach einem Rundgang mit Imbiss machten wir uns auf den Rückweg zur Bushaltestelle, Sunrise Boulevard.

Crocs Shop in der Mall

Auf dem riesigen Parkplatz machten wir wohl einen etwas desorientierten Eindruck. Da hält so ein riesiger Tesla neben uns und wir werden wieder gefragt, ob wir chauffiert werden wollen. Klar, aber diesmal nur im Bereich der Mall und der umliegenden Parkplätze. Aber so kommen wir super entspannt zur Bushaltestelle!

Tesla X Shuttleservice
Ohne Navi geht nix
Zurück zum Boot durch den wunderschönen State Park

Ja, so geht das hier, es ist doch sehr schön und erlebnisreich. Aber halt anders als ein Urlaubs-Trip!

Und dann hatten wir Familienbesuch „zwischen die Jahre“. Zusammen haben wir eine Airboat- Tour in die Everglades gemacht. Das ist ein riesiges Sumpfgebiet im Zentrum von Florida. Airboats sind mit Flugzeugmotoren und Propeller angetriebene Schlitten/Boote. Die sind total flach und können über die Sümpfe hinweg gleiten, machen einen riesen Radau und jede Menge Fun!

Sylvester haben wir dann gemeinsam mit Sushi und einem leckeren Käsefondue auf der Baradal verbracht. Das Feuerwerk war etwas aus dem Zeitrahmen aber doch klasse. Warum sich niemand für 24:00 Uhr interessierte??? Erstaunlich! Es war eine total schöne Zeit zusammen.

Mit Uta zu dritt an Bord
Wir warten auf die Tour mit dem Airboat.
Alle sitzen artig im Airboat mit Ohrenschützern.
🐊
Faul und voll gefressene Alligatoren
Gute Laune
Doch ganz schön, auch wenn das Timing verkorkst war
Vater Andi muß nach dem Strandtag das Auto holen.
Key Lago

Da wir ja den Mietwagen für eine Woche gebucht hatten, sind wir noch flott auf die andere Seite von Florida gefahren. Naples Beach unser Ziel! 🚗

Naples hat schöne Häuser
Naples Beach, toller Strand mit Sonnenuntergang
Old Naple’s Pub
Lecker Essen im Old Naple’s Pub
Alligatorfleisch frittiert
Sie gab uns den tollen Tipp für ein gutes, bezahlbares Restaurant.

Auf dem Hinweg nach Naples haben wir an einer Pumpstation angehalten. John, der Techniker erklärte mir, dass hier in regem Austausch mit der Niederländischen Rijkswaterstaat das größte Wasser- Management betrieben wird. Ziel ist es, die riesigen Sumpfflächen einerseits feucht zu halten, dabei aber Überschwemmungen zu verhindern. Nicht trivial. John erzählte mir voller Stolz und Begeisterung, welche Wege dabei beschritten werden und wie intensiv der Austausch mit den Niederlanden ist.

John hat mir das Wassersystem erklärt. Man arbeitet eng mit den Niederländern zusammen.
Das Pumpwerk hält die Sümpfe unter Kontrolle.
Die Airboats warten auf Gäste.

Ich quatsche ja gerne die Leute an und frage was sie da so machen. Und dann erzählen sie erstaunlich freimütig, was da so los ist, was sie machen und freuen sich, dass sich jemand für sie interessiert. Meist ist es spannender als erwartet. Allein wo die Leute herkommen, warum sie ihren Ort gewechselt haben und was sie schon für Jobs hatten. Faszinierend!

So, das war jetzt viel Text. Aber Olaf hat mich heute erinnert, dass ich lange nix geschrieben hatte. 🙏 Recht hat er!

Demnächst mache ich mal einen Blogeintrag zum Thema USA und ICW und was hier anders ist, als man vorher denkt und was man beachten könnte.

In dem Sinne, macht einen guten Jahresanfang und habt viele schöne Begegnungen in 2023. 🍀😘⚓⛵🌴

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