Entspannt vor Niki Beach

so die traditionelle Bezeichnung für die Surfside beach. Das ist unsere bevorzugte Ankerbucht vor Aruba. Das Wasser ist sauber und klar, guter Ankergrund und sowohl Beachbars als auch Supermärkte ganz nahe. Lediglich an die vielen Flugzeuge, die hier direkt neben uns landen muß man sich gewöhnen. Aber ab 19:00 Uhr ist der letzte Flieger drin und dann gibt es nur den üblichen Karibiklärm: Motorräder und dicke Gettoblaster. Kann man ertragen. Manchmal ist es auch gute Musik.

Hier ist mittlerweile eine nette Gruppe von Cruisern entstanden. Es sind viele Boote mit deutscher Flagge hier: Infinity, Off Piste, Ventura, Tribalance, Tortuga, Intrepid bear, Baradal. Das ist krass anders als letzte Saison. Da lagen wir hier mit maximal 4 Booten in der Bucht. Habe wohl zuviel Werbung gemacht 🤭 Der Grund ist aber simpel: sichere und schöne Gegend und gute Flugverbindung nach Deutschland über Amsterdam. Es gehen täglich Flüge und Covid haben sie hier ganz gut im Griff. Steve, auf dem Foto ganz aussen, (auch RWTH Aachen) ist mit seinem Corsair Trimaran (Infinity) hier. Das Boot ist eigentlich nicht für Atlantik und Co. gemacht. Aber Steve liebt die Herausforderung. Wir hatten ihn auf Antigua kennen gelernt und uns gut verstanden. Er ist jetzt mal eben mit seinem Boot aus Trinidad hier herüber. 6 Tage und über 1000 nm effektiv gesegelt. Er muss ja mit dem Flitzer anders fahren als wir es können. Trinidad war echt blöd für ihn. Das Boot lag dort wegen Corona 2 Jahre geblockt. . .

Neben dem normalen Leben an Board ist natürlich auch Arbeit angesagt. Das Projekt Lifepo4-Batterien ist erfolgreich abgeschlossen. Die Dinger laufen super. Endlich eine Sorge weniger.

Dann stand noch Motorwartung an. Das mach ich regelmäßig am Anfang der Saison. Zuerst Impeller der Kühlwasserpumpe prüfen. Top in Ordnung. Dann den Dieselvorfilter geprüft. Super sauber, wie neu. Beim Wiedereinbau nicht auf den korrekten Sitz der Dichtung geachtet. Also saugt der Motor Luft statt Diesel an. Nach einiger Zeit den Fehler entdeckt und geflucht. Dann den Dieselfeinfilter geprüft. War nicht fest genug angezogen. Es hat etwas gesuppt. Blöd, behebbar aber unnötig. Damit der Fehlleistungen für den Tag nicht genug, habe ich den Schlauch der Ölpumpe auf der Druckseite nicht wie vorgesehen mit einer Schlauchschelle gesichert. Es kam wie es muss, der Schlauch rutschte ab und das schwarze, alte Motoröl spritzte kräftig durch den Motorraum. Herr jeh, muss das sein? Also Zewa her und kräftig putzen. Das bei über 30⁰ und knalle Sonne. Entsprechend wurde am Abend mit einem Umtrunk getröstet. Manchmal ist aber auch der Wurm drin!

Aber meine Ölabsaugpumpe vom Lieblings-Lidl ist super!

Für Interessierte: Ölwechsel in 10 Min.(wenn man den Druckschlauch sichert)!

Bislang habe ich das warme Öl mit einem Vakuumsauger durch den Peilstab abgesaugt. Dauert lang und ist mühsam. Volvo hat unten an der Ölwanne extra ein Rohr angeschlossen, das nur mit einem Gummistopfen abgedeckt ist.

Stopfen abziehen und statt dessen Ansaugschlauch der Pumpe aufsetzen. Fertig.

Die rote Stromklemme am Pluspol des Anlassers anklemmen, Minus an Masse, Druckschlauch in einen leeren Ölkanister und Knopf drücken. Nach 2 Minuten ist das alte Öl abgesaugt. Jetzt vorsichtig die beiden Schlauchenden abziehen und mit einem Schlauchverbinder verbinden. Dann läuft nix mehr aus.

Jetzt noch schnell den alten Ölfilter raus, neuen an der Dichtung anfetten und festschrauben. Öl einfüllen, Probelauf und gut ist.

Ihr merkt schon, der zweite Motor ging easy zu warten.

So, unsere Vorpumpe für den Wassermacher ist leider nicht wie von UPS versprochen am Mittwoch gekommen. SVB hat für uns nachgefragt. Der US Custom hatte wohl ein Programm zur Verlangsamung der Logistikkette aufgelegt. Aber die Pumpe soll jetzt den Segen des US Zolls haben. Mal schauen, wann sie auf der Baradal ist.

Ach ja, ein erster Probeschlag mit der Baradal verlief super. Mit 7 bis über 8 kn Fahrt zum Norden der Insel bei 15 kn Wind. Und 45⁰ bis 50⁰ Höhe gelaufen.

Und wir sind mit der SY Off Piste (von Gerd), einer neuen Lagoon 45 mitgefahren. Dort steht ein Training an, denn die Eigner sind noch neu im Geschäft. Francesco, der Trainer macht es super. Eine Wende nach der anderen. Solange bis es passt. So ein großes Boot will gekonnt bedient werden. Alles ist riesig und die Kräfte sind enorm. Alle Seile werden mit elektrischen Winschen bedient. Da kann man sich nicht viele Fehler erlauben.

Jau, heute gab’s lecker Shoarma mit Fladenbrot und Salat zum Mittag. So kann man es aushalten. Haltet durch und lasst euch nicht verrückt machen. Liebe Grüße aus Aruba⚓🌈🏝️

2 Kommentare zu „Entspannt vor Niki Beach

  1. Moin auch! Die Sache mit dem Ölwechsel und Schlauch, also Peilstab raus und Schlauch rein, wenn man an der Ölwanne keine Ablassschraube o.ä. hat ist mühsam, da der Schlauch nun mal die Angewohnheit besitzt sich in der Ölwanne, sprich nach dem passieren der Peilstaböffnung wieder aufzurollen. Man hebt ihn andauernd auf und ab, dreht ihn hin und her um möglichst so viel Öl wie möglich abzupumpen. Es nervt! Da empfiehlt es sich ein Stück Rohr zu besorgen dass so gerade in die Peilstaböffnung passt. Länge: Bis zum Boden der Ölwanne und Oberkante Öffnung plus ein paar Zentimeter um den Schlauch vernünftig mittels Schlauchschelle zu befestigen. Das erspart viel Zeit und Gefummel.

    1. Das ist eine gute Idee! An meinem Volvo ist direkt an der Ölablassschraube ein dickes Rohr dran. Da fließt das Öl auch gut durch, wenn der Motor noch nicht so warm ist. Hier zählt jedes Grad Celsius. 😅

Kommentare sind geschlossen.

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