Sie schwimmt

wieder in ihrem Element. Nach zwei Wochen Arbeit ist wieder alles schön sauber, repariert und in gutem und sicheren Zustand für die nächsten Monate. Lediglich der Wassermacher muss noch bis Grenada warten. Dort sind nicht soviel Schwebteile im Wasser, da halten die Filter länger durch. Den Trip nach Grenada planen wir für Mittwoch Nacht. Es wollen nich ein paar Schiffe gen Norden. Da tun wir uns zusammen. Wir berichten dann.
Planung ist das Eine, und dann kommt die Realität. Wir sind dann schon direkt am Montag Abend direkt nach dem Einwassern, Ausklarieren, float plan an die Coastguard senden und Kurzbesuch in der wunderschönen Scotland Bay nach Grenada losgefahren.
Aber die zwei Wochen in der Powerboat Marina waren durchaus erfahrungsreich.
Wie kommt man an Ersatz für defekte Teile?Unser Batteriecomputer ist über den Sommer defekt gegangen. Neuteil vor Ort ca. 100€ teurer als in Europa. Hm. Wie kommt man günstiger weg? Die Marina hat in Florida (USA) eine Art Postfach. Alles was dort angeliefert wird geht per Kurier direkt zur Marina (3-4Tage). Mit der Anschrift “Yacht in transit SY Baradal“ wird es direkt ans Schiff geliefert. Kosten:~15€! Also mit gutem Preis von Amazon 🇺🇸 war das Ersatzteil billiger als in Deutschland. Trinidad und Powerboats Marina, das ist schon echt ne Nummer 😊😊😊👍. Was haben wir machen lassen?

  • Boot polieren und Wachsen
  • Transparente Beschattung für die Salonfenster
  • Salontisch neu lackieren 

Fensterrahmen selber lackiert und Löcher im Gelcoat repariert. Also jetzt wieder ohne deutlich sichtbare Macken im Rumpf unterwegs. 

Fenster fertig zum Sprühen
Besser so

Auch die Rahmenlackierung der Fenster hatte arg gelitten. Mit Rallye Sprühlack weiß aus Deutschland gut und günstig behoben.
Nachdem auch das Großsegel wieder montiert war (Windstille der Nacht genutzt), haben wir einen Ausflug bei Jesse James gebucht. Einmal zum Asphaltsee, wo zähflüssiger Bitumen aus der Erde quillt und dann über zwei Hindutempel zu den Swamps. Dort kommen jeden Abend die knallroten Ibisse zur Nachtruhe an. Ähnlich wie bei uns die Krähen. Die roten Vögel vor dem satten grün der Mangroven! Welch ein Bild. Jesse hat unterwegs viel erzählt. Unter anderem vom Lied der Andrew Sisters:

https://ia801208.us.archive.org/23/items/78_rum-and-coca-cola_morey-amsterdam-andrews-sisters–vic-schoen-and-his-orchestra_gbia0000375a/_78_rum-and-coca-cola_morey-amsterdam-andrews-sisters–vic-schoen-and-his-orchestra_gbia0000375a_01_3.5-et_eq.mp3

Das erzählt die Geschichte von Cumana , einem Vorort von Chaguaramas, was im 2. Weltkrieg eine Badis der US Navy war. Daher (Yankee $)!😊Jesse hat uns die Insel näher gebracht, unglaublich welche Entwicklung Trinidad geschafft hat. Für uns die bei weitem entwickeltste Insel der Karibik. Sehr viel Industrie und Handel! Und immer auch die Insel mit Naturparks und Landwirtschaft. Das Video (?) (über WhatsApp verteilt) zeigt ein paar Eindrücke unserer Tour. Am Wochenende Endspurt der Bootsarbeiten und Montag Morgen stand Brent mit Team bereit, die Baradal ins Wasser zu bringen. Das geht hier mit einem speziellen Transporter über eine Rampe.

Wieder im Wasser

Am Montag hat es uns dann gepackt. Entgegen der Planung haben wir zügig die nächtliche Überfahrt angegangen. Direkt nach dem Wassern eine anspruchsvolle Nachtfahrt mit Querströmung, schwierigem Wind und vollen Wassertanks. Na ja. Es war echt herausfordernd, zuerst lief es prächtig mit 7-9 mi/h Fahrt. einen Gecko 🦎, der es sich in unserem Leinensack häuslich eingerichtet hatte, schreckten wir beim Segelsetzen auf. Dann ging es flott los. Kräftige Welle von rechts, also Geschaukel wie auf der Kirmes, aber ohne Ticket 🎫 . Nach halber Strecke drehte der Wind so auf Nord, dass wir mit der ungünstig laufenden Querströmung den Wind mit 20° einfallend hatten. Da geht nix. Also entweder den Kurs massiv ändern oder Motor an. Wir haben Greta gegrüßt und die Motoren gestartet. Damit ging es weiter gut voran. Durch die vollen Wassertanks hatten wir zu viel Gewicht (0,5 To) vorne, so dass unsere Baradal kräftig einstampfte. Nun ja, nicht toll aber o. k. Auf halber Strecke grüßte uns die aus der Dunkelheit auftauchende Trinidad Coastguard mit ihrem Suchscheinwerfer. Unterwegs hatten wir noch zwei Begegnungen mit der Küstenwache. Wir waren slso in sicherer Obhut. Toll das es sowas gibt. Uns Angsthasen tut das gut. Da reicht man gerne einen floatplan (Reiseplan) ein. Kostenfreier Geleitschutz. Großes Dankeschön an Trinidad 🇹🇹 !!!!
Wie geplant, kamen wir Morgens gegen 07:30 in Grenada, Prickly Bay an. der Officer vom Immigration hatte wohl eine schwere Nacht hinter sich. Er kam dann aber nach 10:00 doch noch zum Dienst. So konnten wir uns anmelden und dann erstmal erholen von der durchwachten Nacht 😴. Dann haben wir Kay besucht und seine Arbeiten an seiner SY Mystique bewundert.

Der Abend war dann schnell mit ein pasr Fritten und kühlen Bierchen eingeläutet. Ach war es schön wieder vor Anker leicht schaukelnd zu schlafen. Wenn der falsch gesetzte Ankeralarm nicht um 3:30 losgegangen wäre 😅.
So, heute gehen wir mit Kay noch Einkaufen und dann wird es wohl wieder ein kurzer, ruhiger Abend. Leider wird die Tiki Bar gerade umgebaut. Ist also nix mit Pizza, Musik und netten Cocktails 🍹.
LG

Martina und Uli

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