Werkzeug an Bord

ist ein unendliches Thema. Der engagierte Handwerker schwört natürlich auf die bekannten Markengeräte.

An Bord sind aber ein paar spezielle Randbedingungen zu beachten:

Salz !!! Das ist Gift für Motoren und alles aus Werkzeugstahl. Rost ist ein Dauerthema. Also immer alles nach Gebrauch gut säubern und einölen.

Gewicht !!! Ist auf dem Katamaran ein Thema. Kleine und leichte Geräte sind zu bevorzugen.

Ersatzteile !!! Besonders bei Akkugeräten ist Ersatz der Akkus unterwegs aussichtslos. Also „Redundanz“ schaffen indem möglichst Geräte eines Akkutypes gekauft werden.

Kosten !!! Sind immer ein Thema.

Ob dann die guten und teuren Werkzeuge der Nobelmarken das Richtige sind, muss jeder für sich entscheiden. Ich habe da so meine Zweifel. Für diese Umgebung sind mir die Geräte zu schade.

Aber hier hilft ein Blick in die onlineshops der Discounter. Dort gibt es (z. B. von Lidl) Systeme auf Basis 12V welche für fast alle Arbeiten unterwegs gut ausreichen. Hier die kleine Flex.

Diese kleine Flex finde ich besonders klasse, da sie leicht ist und im Notfall damit auch die Wanten (12mm) unproblematisch gekappt werden können. Deshalb Akkus nach Gebrauch immer aufladen!!! Und für die meisten Arbeiten (Rohre oder Schrauben kappen) ist das kleine Ding super. 👍

Zu diesem Akkutyp passend gibt es Akkubohrer/-schrauber, Multitool, Säge, Schleifer etc.

Es gibt solche Werkzeugsysteme natürlich auch von anderen Herstellern und Händlern.

Wichtig: bei Kauf der einzelnen Geräte bekommt man immer einen Akku (oder zwei) geliefert. Damit baut man einem Totalverlust wegen Ausfall eines Akkus vor und hat immer genügend geladene Ersatzakkus im Vorrat. Ein paar Trennscheiben und Schleifblätter auf Vorrat schaden nicht. Besonders die kleinen 76 mm Scheiben der Flex sind nicht überall erhältlich.

Bei größeren Arbeiten in einer Marina oder Werft ist meist ein Baumarkt in erreichbarer Nähe. Und dann kann man sich billig die zum lokalen Stromnetz passende Elektrowerkzeuge kaufen. In manchen Marinas gibt es auch Werkzeug zum Leihen, wenn man lieb fragt. So habe ich Helicoil-einsätze in eine Winschenbasis mit geliehenem Werkzeug in Port Napoléon montiert. Ging super und hat viel Ärger und Geld gespart. 💰

Ach ja, zu guter Letzt: Bohrer brechen durch die Bewegungen auf dem Schiff leicht ab. 😡 Nicht überall (z. B. Grenada) bekommt man leicht und günstig Ersatz in metrischen Größen. Also besonders bei den dünnen Bohrern Ersatz einplanen.

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