Kein Anschluss unter dieser Nummer

würde man hören, wenn das Telefon noch angeschlossen wäre. Ansonsten völlig einwandfrei und ohne Graffiti! Aber so geht die Zeit auch hier auf den Bahamas. Jeder hat ein Mobiltelefon. 📳 Die alte Technik geht dem Vergessen entgegen..

Nachdem wir uns vor Spanisch Wells etwas eingelebt haben und die ersten Starkwinde gut gemanaged hatten ist es Zeit das schöne Eleuthera weiter zu erkunden.

Das zeigt die Faszination der Bahamas, türkises und tiefes Blau

Wir wollen weiter gen Süden. Es gibt so viele schöne Orte zu besuchen. 🌴⛵⚓

Das Bild oben zeigt ‚Glass Window Bridge‘ . Dort ist eine Kerbe in den Felsen wo Atlantik und Lagune sich treffen. Sehr schön.

Direkt südlich davon ist ‚ Queens Bath‘. Das sind vom Atlantik geflutete Mulden im Felsen. Zum Glück hat vorher keiner Brigitte gesagt, dass man mit 75 und zwei künstlichen Hüft- und Kniegelenken dort nicht hin kann …

Wir haben also in direkter Nähe geankert und sind munter und voller Entdeckerdrang an den Strand und auf den Weg zu den Becken.

Vorfreude auf ein Bad im Queens Bath.

Der Weg führt schnell auf ein Felsplateau. Aber wo bitte geht’s weiter zum Queens Bath‘ ????

Nur Gegend, keine Schilder
Verwitterung trifft Kunst
Erstaunlich was hier so gedeiht
An dieser Kante entlang geht es angeblich zum Pool
Es wird gekraxelt

Wir suchen gemeinsam nach dem Weg und passen auf, um nur ja nicht zu stürzen. Sherpas gibt es hier nicht. Reinhold Messmer hätte sicher Sauerstoff gebraucht.

Wir kommen aber mit Wandersandalen und Ruhe gut zurecht. Brigitte zeigt was mit 75 und künstlichen Gelenken geht. Respekt!

Nach ca. 30 Min sind wir am Ziel und kraxeln in den nächsten Pool. Es ist Niedrigwasser, somit sehr ruhig am Pool.

Erfrischende Belohnung
Total relaxed und mit kleinen Fischen drum rum
Nach dem ausgiebigen Bad klettern wir ans Trockene
Nee war das schön? 🍀😀🌴

Und schon steht der Rückweg an. Es wird früh dunkel und wir freuen uns auf eine Erfrischung an Bord.

Aufwärts geht es leichter aber Obacht ist angesagt!
Geschafft, die Boote rufen zum Sundowner.

Wir nutzen den Wind und ziehen weiter nach Süden. Palmetto ist unser Ziel. Dort gibt es die Island Farm. In etwa so wie bei uns beim Bauernhof der Direktvertrieb.

Wieder eine traumhafte Bucht. Das Dinghy wird an einer Wurzel mit langer Leine gesichert.
Salat, Gemüse und Kräuter im Anbau. Bewässert wird mittels Tropfeninfusion, das spart Wasser
Einkaufskörbe aus Holz
Alles toll präsentiert und freundliche Leute
Die ‚Cinnamon Rolls‘ (Zimtbrötchen) sind ein Gedicht!

Gut bepackt machen wir uns auf den Rückweg. Entlang der Hauptstraße in praller Sonne. 😓 Da hält ein Kia und der Fahrer fragt, ob er uns mitnehmen kann. Na klar, super danke🍀Wir werden sogar am Strand abgesetzt, direkt an unserem Dinghy. Der Fahrer ist Schweizer und wohnt hier im nächsten Ort. Ein netter Plausch inklusive.

Da wir gut eingekauft haben, verabreden wir uns zum Reibekuchen Essen auf der Baradal. Die Pfanne steht draußen im Cockpit.

Das schmeckt. Aber das Reiben von Hand war anstrengender als gedacht.

Das nächste Ziel ist Alabaster Bay. Eine traumhafte, ruhige Bucht mit einem Flugplatz (!) und fünf Häusern.

Die Spiegelungen im Wasser, daran kann man sich nicht satt sehen.

Brigitte hat ausgekundschaftet, dass es in Rock Sound, unserem südlichsten Ziel von Eleuthera, eine Ausbildungsstätte für Gastronomie und Hotellerie gibt…

Da müssen wir hin, es soll auch gutes Essen geben. Das zieht ja immer😀.

Angelegt und alle Scooter an Land. Das umgekippte Boot hat wohl den letzten Hurricane nicht überstanden.
Eleuthera wird aufgehübscht, dieses Jahr sind Wahlen! Die Straßen werden neu asphaltiert.
Der Hinterreifen hat Luft verloren. Frank hat zum Glück eine Pumpe dabei 🍀 immer well prepared! 👍
Eingang zum Restaurant
Ein Pool darf nicht fehlen
Hier kann man bestellen, wenn man nicht drinnen a la cart essen möchte
Lecker war es. Meine Pasta mit Shrimps super.Cherie hatte Salat mit gegrilltem MahiMahi. Perfekt.
Ach ja, wir finden so langsam überall die kulinarischen Highlights.

Wer hätte gedacht, dass der Deli neben dem einheimischen Supermarkt einmal der kulinarische Höhepunkt bzgl. Burger würde. Aber in echt: crispy fries und ein Burger in bester Machart mit leckerem Brötchen. Ich bin begeistert. Und der Preis ist heiß. Gegessen wird draußen auf der Terrasse im Schatten des Baumes…

Und als Dessert gibt es Rum-Rosinen Eiscreme aus Trinidad.

Die Landschaft ist im Allgemeinen karg, aber es gibt wirklich wunderschöne Pflanzen, man muss nur drauf achten.

Frank ist 78 Jahre jung geworden. Das wird gebührend zusammen mit Lisa und Ken von der Minaki (Kanada) gefeiert und leicht wankend gelangen zu später Stunde alle wieder auf ihre Boote.
Die ruhige Zeit vor Rock Sound wird genutzt um ein Querschott wieder zu ertüchtigen. Das hatte bei einem Rumpler etwas gelitten. Jetzt ist es besser als neu.
Unsere Zeit auf Eleuthera geht zu Ende.

Zu den Exumas sind es ca. 50 nm, wenn man südlich von Staniel Cay ankommen möchte

Wir fahren schon mal ein Stück vor zum Cut. Hier vor Rock Sound ist diesen Freitag Party angesagt. Noch in 11 nm Entfernung hören wir die Bässe deutlich. Es war also eine gute Idee am Nachmittag die ersten 10  nm zu erledigen.

Gut 2 h Fahrt gespart und weit weg vom Musikevent genießen wir eine ruhige Nacht.

Morgens kurz nach 6 stehen wir auf. Die Dämmerung erhellt die Gegend. Es liegen gut 35 nm vor uns. Der Weg auf die Exumas verspricht herrliches Segeln, oder Flaute. Man weiß es erst wenn man unterwegs ist. Also fahren wir früh los um ggf langsam unter Motor rechtzeitig vor Dunkelheit am Ankerplatz in Black Point anzukommen. 

Der Morgen wird schnell hell und da kann man ja dann losfahren. Um uns herum nur Wasser und darunter gefährliche Felsen und Korallen. Da muß man den Weg sicher durch finden. Dabei hilft nur eine aktuelle elektronische Karte. Markierungen wie Tonnen oder Stöcke gibt es hier nicht. Und bei gut 2 kn Wasserströmung (wegen der Gezeiten) ist ein Herantasten mit Augennavigation unmöglich.

Wo geht es hier zwischen den Korallenbänken durch?
So sieht es auch dem Plotter (Navi) aus.

Da hilft nur eine aktuelle Seekarte auf dem Plotter. Unser Schiff ist das kleine schwarze dreieckige Symbol und die schwarze Linie unser momentaner Kurs. Wir müssen jetzt eine Kurve nach rechts (Steuerbord) machen.

Wir kommen sicher durch (2,5 m Wassertiefe) und machen uns auf den Weg. Nach ca. 2 Stunden können wir den Motor abstellen und unter Segel flott und ruhig unser Ziel anpeilen. Die Motorfahrt haben wir genutzt und noch schnell etwas Süßwasser produziert. Das braucht viel elektrische Energie und wenn der Motor läuft gibt es das im Überfluss.

Gegen 15:30 Uhr erreichen wir den Cut bei Black Point. Es ist immer spannend durch diese Meerengen zu fahren…

Uns strömt das Wasser entgegen. Das erzeugt kräftige Wirbel und Wellen hinter dem Ausgang in der offenen See. Wir fahren deshalb schräg an den Durchgang heran und vermeiden so das ungemütliche Verwirbeln. Der Wind ist zum Glück nicht zu stark. Sonst ist das bei gegenläufiger Wasserströmung zu ungemütlich.

Wildes Wasser draußen, ruhiges, schnell fließendes Wasser in der Passage

Wir kommen gut durch. Unsere beiden Motoren sind stark und bringen uns sicher gegen die Strömung (3kn!) durch die Furt.

Jetzt liegen wir entspannt vor Anker. Hier auf den Exumas ist eine andere Atmosphäre. Exumas sind das Traumziel der Amerikaner. Vergleichbar mit Mallorca oder Ibiza in Europa. Es gibt jede Menge Superyachten und Urlauber auf Kurztrip. So ist es deutlich unruhiger. Aber das wollten wir ja als Abwechslung zu Eleuthera. Und 26⁰C Wassertemperatur, wer wollte da meckern. 😀😀😀

So, der Januar ist fast rum. Die Politik schlägt Wellen, das hätte sich ein Filmemacher nicht ausdenken können. Ob das gut ausgeht? Wir sind gespannt. Ändern können wir daran ja nix und so halten wir es, wie mit dem Wetter beim Segeln: immer ein Auge drauf und versuchen sich bestmöglich auf das Unabänderliche einzustellen.

Bis bald, gehabt euch wohl und lasst euch nicht verrückt machen. 🍀❤️⛵🌴

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