Tausend Farben Blau

Ja, das ist das Thema der Exumas. Klar, es gibt wunderbare Strände, Yacht Clubs,  Inseln, Leguane und schwimmende Schweine. Aber für uns ist es die riesige, türkise Wasserfläche entlang der Exumas.

Man ahnt es schon, wenn man das Satellitenbild sieht.
Also geht es mal wieder früh am Morgen (7:00) Anker auf. Wir verlassen Eleuthera.

Aber der Sonnenaufgang entschädigt für alles. Wir nutzen die Stunde Motorfahrt bis zum Übergang ins tiefe Wasser um  Trinkwasser zu produzieren. Die Motoren geben viel Strom, da wird die Batterie nicht so stark durch die Pumpe belastet.

Kaum sind wir im freien Gewässer setzen wir Segel, schalten die Motoren ab und gleiten entspannt zu den Exumas.

Es läuft gut und so beschließen wir etwas südlicher zu gehen und wählen den Compass Cay als Ziel. Um ca. 15:00 soll Hochwasser sein. Wir kommen gegen 14:00 Uhr an und flutschen mit der restlichen Strömung auf die Exuma Bank.

Die Obelix wollte ursprünglich eine andere Strecke fahren. Folgt aber auf direktem Weg zu den Exumas, aber deutlich südlicher. Warum Marinetraffic den Kurs falsch anzeigt???

Die plötzlich geänderten Wettervorhersagen bewogen sie direkt zu den Exumas zu segeln. Wir treffen uns zwei Tage später wieder in Black Point zur happy hour im Yacht Club🥃🍻⚓😃

Am Compass Cay ist es so ungemütlich, dass wir hinter einer kleinen Inselgruppe Schutz suchen. Es kommt nicht oft vor, dass die Wellen quer zum Boot kommen, aber dann ist es echt ungemütlich.

Der kleine Hopser hat’s gebracht. Eine ruhige Nacht. 🛌
Am nächsten Morgen stehen 35 nm Segeln an. Downwind. ⛵🌬️

Es sind 8 bis 15 kn Wind angesagt. Ideal für den Spinnaker. Segel gesetzt  Autopilot auf Kurs und ich setze mich mit einem Buch ins Trampolin. Das gibt es selten: wirklich entspanntes Segeln. Die anderen Boote am Ankerplatz brechen auch auf. Wir haben die 🎲 pole position 😃⛵

Da kommt auf einmal ein anderer Katamaran mit riesiger Genua von hinten und holt mächtig auf. Wie geht das denn ??? Als er auf unserer Höhe ist höre ich  dass er die Motoren nutzt. Auf unserer Höhe angekommen stellt er die Motoren ab und, siehe da, fällt krass zurück. Hat sich das Säubern des Rumpfes doch gelohnt. 😃😃😃

Ist ja nicht so , dass wir immer die Schnellsten sein wollen. Aber Überholungen sind doch blöd. . .

Besser geht kaum.

Auf der Höhe von Staniel Cay frischt der Wind kräftig auf, Böen mit über 19 kn kommen durch. Wir nehmen den Spinnaker runter. Dabei rauscht dem Admiral die Leine durch die Hand. Das tut weh. Es gibt Brandblasen. Aber mit der richtigen Pflege heilt das gut ab und demnächst werden wieder die Handschuhe genutzt. Es war der richtige Zeitpunkt! Der Wind geht gut über 22 kn und dreht auch in der Richtung. Richtig entschieden. 🍀

Nach der happy hour in Black Rock geht es weiter zum Oven Rock.

Der Wind kommt jetzt von vorne, wir haben Zeit, also kreuzen wir gegen den Wind. Bei knapp 8-10 kn und dem ruhigen Wasser ist es ein Genuss.
In Zickzack nähern wir uns dem Ziel
Für die 9 nm segeln wir 17 nm in der Kreuz

Wir haben einen schönen Segeltag. Aber beim Ankern kommt der Ruf: die Winsch dreht nicht. Tatsächlich da ist der Kupferwurm drin. Das kann so nicht bleiben.

Der Oven Rock. Er hat ein Loch wie traditionelle Backöfen auf den Bahamas.
Mit Frank gehen wir alle Teile der Elektrik durch..
Frank poliert die angefressenen Kontakte des Ankerrelais.

Und ich krieche wieder in die Tiefen der Baradal um das Relais wieder an seinem Platz anzuschließen.

Nee ist das eng!
Weiter gehts in die Kiste mit der Winsch. Eine Inspektion und ggf. Wartung steht an.
Nö, ist alles in Ordnung. Also wieder alles zusammen bauen. Danach schmeckt das Bier umso besser. 🍻
Das Wasser ist so klar, da sind 5 m so wie bei uns daheim 50 cm.

Mit einem Zwischenstopp geht es nach Georgetown. Das Thermometer zeigt 25⁰ Wassertemperatur an. So haben wir es gerne.

Der erste Sonnenuntergang in Georgetown. Ist die Sonne doch eine Scheibe?
Hier ist es vorbei mit Ruhe und Einsamkeit. Wie auf einem großen Campingplatz im Hochsommer ist Jubel, Trubel, Heiterkeit angesagt.
Frank feiert seinen 77. Geburtstag?🍻

Trotz Dry January feiern wir das Jubelfest.

Da geht der Mond auf!
Da ganz hinten an der Insel ankern wir und genießen die Zeit.
Es wird viel Unterhaltung geboten. 🤓 Die US Coast Guard macht eine Übung.

Die US Coast Guard ist hier mit einem Stützpunkt vertreten und unterstützt die Bahamas bei der Jagd auf Schmuggler. Ab und an kommen auch Cruiser auf dumme Ideen ihr Budget aufzubessern. . .

Elon Musk hat uns gestern mit seinem Starship ein besonderes Feuerwerk beschert. Kurz nachdem die erste Stufe sicher im Startturm gefangen wurde, muste das eigentliche Raumschiff gesprengt werden. Es gab eine echtes Feuerwerk welches wir von hier sehen konnten und Minuten später kam der Knall, das Schiff bebte. jetzt ist hier in der Gegend der Luftraum gesperrt bis alle Trümmer auf dem Boden sind. Hoffentlich trifft es niemanden. 🍀

Nun, die Journalisten sind auch schon ganz jeck. Die USA so in Europa einzugemeinden. . . Ich weiß nicht 😂

So, die Woche ist bald rum. Wir bleiben ein Weilchen hier, es gefällt uns.

Gehabt euch wohl, nächste Woche wird interessant. Trump ist am Ziel seiner Anstrengungen. Mal schauen was dann kommt.🍀😘👍

2 Antworten auf „Tausend Farben Blau

  1. Spannend wie immer, auch sind immer wieder Arbeiten fällig zum Glück könnt ihr das gut händeln.Danach die Entspannung.🍺Viel Spaß weiterhin.

    Like

  2. Wie immer ein schön geschriebener Bericht.
    geniest die Exumas. Erinnere mich immer gerne an unsere Zeit dort.
    Liebe Grüße aus dem kalten Norddeutschland
    Anette & Michael

    Like

Kommentare sind geschlossen.

Webseite erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑