Scheint so, als hätte der Schutzengel 😇 für unsere Baradal gerade Kurzurlaub.🙈
Ich hatte mich schon die letzten Tage gewundert, dass unsere Batterie nicht mehr richtig voll wurde. Nun gut, im Winter steht die Sonne flach und die Tage sind kurz. Aber so schlimm war es die Jahre zuvor nicht. Des Rätsels Lösung: der Kompressor am Kühlschrank läuft, aber erzeugt keine Kälte. Das ist eigentlich ein Zeichen, dass Kältemittel nachgefüllt werden muss. Nach 17 Jahren ist das nicht verwunderlich. Also fragen wir im George Town Cruising Netz nach. Und welch ein Glück, es gibt Rolle Fridge Service (Kühlgeräte Service). Im Telefonat erklärt er sich bereit, zu uns auf das Boot zu kommen, wenn wir irgendwo angelegt haben. Wir fragen im Exuma Yacht Club nach, für 40$ dürfen wir am nächsten Tag für ein paar Stunden festmachen. Rolle sagt sein Kommen zu, wir fahren los. Mist, die Anzeige am Plotter sagt: kein Autopilot. Doof, da dann auch die Kompassdaten fehlen. Aber für das kurze Stück kein Problem. Gut, um es kurz zu machen. Es war ein Reinfall. Rolle hat (wie oft) keine Ahnung. Das kostet trotzdem 100$ (Vorzugspreis🍀) die Marina verlangt noch 30$ Aufpreis für Wasser und einen Müllbeutel. Ein teurer Tag.
Der Autopilot hat echte Probleme, auch das heilende Händchen von Frank (Obelix) belebt ihn nur kurz. Also müssen die Kühleinheit für unseren Kühlschrank und die Elektronik des Autopiloten erneuert werden. Auf den Bahamas geht da zu vertretbaren Preisen nix. Zum Glück sind unsere Segelfreunde Melli und Frank mit ihrem Katamaran Ventura noch in Fort Lauderdale. Sie erklären sich sofort bereit die notwendigen Teile bei Westmarine abzuholen und uns auf ihrem Weg in den Süden mitzubringen. Super, dafür sind wir sehr dankbar und erwarten sie in den nächsten Tagen hier in George Town.

Ansonsten ist das Leben hier wie auf einem großen Campingplatz. Morgens wird über Funk das Tagesprogramm verkündet: Volleyball, Regatta, Tauschbörse, Konzerte, . . .

Da kommt keine Langeweile auf. Wir düsen also fleißig zu den Events. Plötzlich stirbt unser Außenborder bei starkem Wind auf dem Weg zum Chat’n Chill ab. Wir treiben und nur mit Hilfe von Stefan und Astrid, die uns in Schlepp nehmen, kommen wir wieder an Land. Eine ausführliche Fehleranalyse und Reparatur steht an. Mit fachkundiger Hilfe und den passenden Ersatzteilen wird der Außenborder wieder flott.




Auch andere Boote haben Sorgen. Bei Stefan muss eine Leine oben im Mast gewechselt werden. Da ich schwindelfrei bin, wird das dann zu meiner Aufgabe… Luftig war es dort oben.


Ein Segen, die Intrepid Bear von Stefan hat zwei Autopiloten. Da diese leider zicken, verständigen wir uns darauf, dass ich einen leihweise bei mir einbaue und dann bei ihm die vermurkste Verkabelung saniere.


Der Umbau klappt. Damit ist alles bereit für einen Ausflug nach Staniel Cay und zu den schwimmenden Schweinen. Astrid und Stefan bekommen Besuch für gut eine Woche. Da wollen wir Bianca und Arno auch etwas Schönes bieten. Wir sind gespannt, ob sie das Geschaukel und die offene See vertragen. Und ja, es klappt super.


Neben der Thunderball Grotte und den Schweinen sind die Leguane an einem einsamen Strand eine weitere Attraktion. Die alten Salatblätter sind begehrtes Futter, da geht die Post ab.



Die Rückfahrt wird spannend. Stefan hat einen kapitalen Fisch an der Angel. Der reißt sich aber wieder los. Nix mit Sushi.


Für die folgenden Tage ist übles Wetter angekündigt. Wir verziehen uns in eine geschützte Bucht die uns Beat von der San Giulio empfohlen hat.

Aber vorher muss noch das Ankerlicht repariert werden. Es hat seine Funktion eingestellt und ohne das vorgeschriebene Licht zu ankern ist gefährlich.


Wir verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen und fallen abends in die Strandbar vor Ort ein. Gut, das war dort nicht der totale Bringer, aber so ist es halt mit den Restaurants hier. Häufig sehr einfacher Standard, dafür aber hoher Preis🙈

Schnell gehen die gemeinsamen Tage vorbei. Es war wirklich schön, zusammen die Zeit und die Gegend zu genießen. Das Taxi wartet und wir warten das schlechte Wetter ab.





Einmal in der Saison ist ein ‚Roof Top Konzert‘. Da machen ein paar Musiker, die hier Urlaub machen, ein Konzert vom Dach eines Hausbootes. Diesmal wirklich erste Klasse🎹👍
Das Konzert dauert ca zwei Stunden. Es ist wunderbar. Wir fleezen uns in unseren Beanbag auf dem Strand, haben Getränke dabei und genießen den Nachmittag mit Astrid und Stefan.. Frank kann nur kurz dazu kommen, die Vorbereitungen für den Besuch von Sohn mit Familie sind doch zu aufwändig.

Beim Besuch des Supermarktes und anschließendem Versuch einen leckeren Conchsalat (gesprochen wie Konksalat) zu essen stellen wir fest: Alles geschlossen. Grund ist die Beerdigung des Pfarrers der anglikanischen Gemeinde von George Town. Eine große Gruppe begleitete den Pfarrer auf seiner letzten Reise. Die Musik war stampfend, der Rhythmus wogte in der Gruppe. Gut, in der Kurve war es etwas ruhiger und konzentriert.
Junkanoo ist hier so etwas wie Karneval. Mit großem Tamtam und tollen Kostümen geht es durch den Ort. Der Besuch startet für mich mit einem Malheur. Im Steg klafft am Ende ein Loch. Das Brett ist zu kurz. Blöderweise trete ich beim Festmachen des Dinghys da hinein und stecke bis zum Hintern drin. Glück gehabt. Ein paar üble Prellungen, leichte Abschürfungen und nasse Hose. Aber das hält uns nicht vom Juncanoo ab!👍


Der nächste Besuch steht an. Obelix bekommt die Familie zu Besuch. Mit 6 Personen auf der Obelix sind Brigitte und Frank gut mit Vorbereitungen beschäftigt. Beat und ich helfen beim Transport von Gepäck und Familie.


Hach so ist das hier. Es gibt immer was zu tun. Wir treffen neue und bekannte Freunde. Das Wetter ist abwechslungsreich (immer positiv bleiben) 😁 Wenn alles klappt, kommt die Ventura diese Tage mit unseren Ersatzteilen aus den USA. Und dann steht auch bei uns Besuch von sehr guten Freunden an. Wir freuen uns drauf. Das Boot sollte dann wieder tippi toppi sein und es wird ja auch immer wärmer hier.
Bis demnächst 😘
Hallo ihr beiden
Wieder ein toller Bericht.
Während wie hier in Abstinenz (es ist wieder einmal alkoholfreier Februar) und Kälte darben, dürft ihr in den schönsten Gewässern der Karibik rumschippern. Man kann euch schon ein wenig beneiden.
Da jetzt ja alles wieder läuft, steht euch nichts mehr im Weg, die nächsten Monate in Ruhe zu genießen.
Wir wünschen wir euch von Herzen eine entspannte Zeit bei schönstem Wetter.
Grüßt Astrid und Stephan von uns
Doris und Diether
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Der Autopilot kommt jetzt als nächstes dran. Astrid und Stefan sind gestern Abend wieder Rtg. Aruba aufgebrochen.⛵ Schade, aber so ist das ein Kommen und Abfahren. 🌴🍀🍻⚓
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Ui da kam ja so einiges geballt auf Euch. Hoffe ihr bekommt auch den Kühlschrank und den Autopilot mit den richtigen Teilen wieder flott!
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Ja, das sieht gut aus. Mit Geduld, etwas Bier und den richtigen Ersatzteilen sollte es was werden. 🍀⛵👍
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Hallo Uli sind vor Anker vor
Hope Town bei 30 kn
Erich Unterweger
Trimont Consulting & Project Management
+43 664 3880032
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Oh, das ist ja kräftig! Hier auf den Exumas ist es entspannter. Im April/Mai gehen wir such auf die Abacos🌴⛵🍀👍
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