🇧🇸 Bahamas 2023

Ja, wir sind doch noch mal von Ft. Lauderdale losgekommen. Die Chefin wollte es so und der Skipper setzt es dann um. 😘

Von der Sunrise Bay bis in den Atlantik hat der Ami drei Brücken gesetzt. Diese müssen im Abstand von 15 Minuten passiert werden, so die festgelegten Öffnungszeiten.  Da es wie gewünscht nur wenig Wind geben sollte, vorwiegend aus SüdOst, und wir vor Sonnenuntergang in West End ankommen wollten, war frühes Aufstehen angesagt. Also 04:30 Uhr aufstehen! Erste Brücke um 05:00 Uhr und so weiter. Der Vorteil eines frühen Startes ist, dass es noch ruhig auf dem Wasser zugeht. An der ersten Brücke wartete eine große Motoryacht, mit der haben wir uns über Funk verständigt. Danach war zügige Motorfahrt angesagt und alles lief perfekt. Die Brückenwärter waren wach und freundlich.  Das erste Cruisingboot ( ‚Disney irgendwie‘) wartete draußen und wir konnten problemlos durch die Hafenausfahrt auf den Atlantik.

Anker auf um 4:45 Uhr
Die Brücken gehen auf.
Ruhige Atmosphäre
Die letzte Brücke!
Jetzt sind wir durch!⛵
Dunkel und nur ein wenig Mond
Endlich wird es Tag!😀⛵

Die ersten Meilen waren sehr hoppelig. Das liegt daran, dass der Meeresgrund vor der Amerikanischen Ostküste von mehr als 1000 m auf 30 m ansteigt. Dadurch verwandeln sich die langen Dünungswellen in blöde Hoppelwellen. Nach einer halben Stunde war es endlich ruhiger, wir hatten die Kante hinter uns. Der Wind und der Golfstrom schoben uns kräftig, wir kammen gut voran. Später drehte der Wind ganz auf Süd, blieb aber sehr schwach. Wir nahmen einen Motor dazu und waren somit sicher gegen 16:30 Uhr in West End, der westlichen Spitze von Grand Bahama.  Intelligent und fachlich versiert, hätten wir besser zuerst den Golfstrom stärker nach Norden genutzt und später den Wind gut segelbar mehr seitlich gehabt. Das hätte uns die Motorunterstützung erspart. Aber wir lernen ja noch!😀⛵

Es ist immer wieder sehr aufregend, wenn wir an einem neuen Ort ankommen. Wo ankern, wo einklarieren, gibt es genug Platz? Gut, wir haben uns vorab bei der SY Vairea erkundigt. Als wir dann vor der Marina ankerten und die Strömung so stark war, dass der Anker ⚓ nicht mit Schnorchel🤿 und Taucherbrille zu überprüfen war, beschloss der Skipper: Sicherheit geht vor, wir gehen für die erste Nacht in die Marina! Zum Glück gab es einen Nebensaisonrabatt, mit 2$ pro Fuß zuzüglich einer Wasserpauschale. Das Einklarieren war wieder eine Freude. Zur Belohnung gab es auch gleich den ersten frischen Conch-Salat🐚.

Die hat es hinter sich 😀🇺🇲.
Mit vollem Zeug über den Golfstrom.
Der USA – Kreis ist geschlossen⛵! Wir queren unsere Linie von der Hinfahrt.
Da sind Custom und Immigration, links der „Conchmann“, rechts der Hafenmeister.
Ja, hier ist man willkommen.
Einfach lecker!
Das erste Bier auf den Bahamas nach erfolgreicher Golfstrompassage.

Conch sind große Schnecken, welche die tollen Gehäuse bilden. Sie werden frisch aus der „Muschel“ geschnitten und dann mit Zwiebeln, Paprika, Knoblauch und einer leckeren Marinade angemacht.

Am nächsten Morgen wird geputzt. Das Wasser ist über die Pauschale bereits bezahlt. Und so erstrahlt die Baradal in neuem Glanz. Bis 11:00 Uhr müssen wir raus.  Unser Ziel ist Mangrove Cay, eine kleine Insel nur mit Mangroven bewachsen. Dort leben neben allerlei Vögeln auch freche Moskitos.

Bei „7“ liegt Mangrove Cay
Angekommen⚓
Segeln auf türkisem Wasser

Was hier auf den Bahamas besonders wichtig ist, sich an vorgegebene Routen zu halten. Das Wasser ist meist nur 3 – 5 m tief. Es gibt viele kleine und große Riffe und Felsen, gerne auch Sandbänke. Deshalb fahren alle Boote auf den in Karten verzeichneten Bahnen. Das sind gerade Linie von Fixpunkt zu Fixpunkt. Ohne Autopilot, der einem das stundenlange Geradeausfahren abnimmt, wäre es eine Tortur. So genießen wir das ruhige Dahingleiten über türkises Wasser. Nur der Himmel ist wohl nicht erfreut, dass wir die USA verlassen haben. Eine Kaltfront macht Wolken und es wird kälter als geplant. Nachts gesellen sich noch zwei Segelboote zu uns vor Mangrove Cay. Die Nacht ist sehr ruhig.

Der nächste Tripp ist  nur 20 nm bis zum Great Sale Cay. Hier liegen wir mit 6 Jachten in der Bucht. Am nächsten Morgen gehts früh weiter bis nach Fox Town. Der kleine Ort erholt sich langsam von Hurricane Dorian. Dieser hatte vor wenigen Jahren Abacos total verwüstet. Man sieht es dem Ort an, aber es wird wieder gut. Schlimmer war Covid. Der „Conchman“ erzählt uns, dass seine Frau und andere Verwandte daran verstorben sind. Es hat viele Tote gegeben. Aber jetzt geht es wieder aufwärts. Dieser unbändige Optimismus ist es, der hier die Menschen ausmacht.

Guter Conchsalat in Fox Town

Ach ja, das Meerwasser ist mit 20 Grad unserer Meinung nach für ein Abkühlbecken einer Sauna geeignet. Also entweder wird die Luft mal wirklich wärmer oder das Wasser kommt deutlich über 25⁰ C . Aber so ist das noch nix Richtiges für mich! 🥶

Ein neuer Steg ist in Fox Town in Arbeit.
Da liegen wir vor Anker!
Lecker Conch Salat 🥗
Abendstimmung vor Fox Town, Little Abacos
18:00 Uhr Glockenspiel zur Dämmerung. Herrlich!😀

4 Kommentare zu „🇧🇸 Bahamas 2023

Gib deinen ab

  1. Schöner Bericht. (wie immer)
    Bei 3-5m Tiefe werden normale Segler aber mächtig Probleme bekommen 😉
    wir hoffen, dass ihr bald wieder karibische Temperaturen habt.
    Grüße D+D

    1. Heute ist es schon besser🌴😀 schwacher Südwind und ☀️ gleich mal schnell das Boot von unten geputzt. Da haben ein paar Seile und andere Fremdkörper auf dem ICW kräftige Riefen in ein Ruderblatt gezogen. Arbeit für nächste Saison. . .

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