„Camp“ Grenada

ja, wir fühlen uns hier in der Prickly Bay im besten Sinne des Wortes ein bisschen wie auf einem Campingplatz.

Das morgendliche Funknetz um 7:30 auf Kanal 66 informiert verlässlich über alles Wichtige und Wissenswerte, insbesondere wer neu angekommen ist oder abfährt, was es an business und social activities gibt. Und es gibt viele Aktivitäten. So haben wir einen Ausflug zur Eiablage der Leatherback Schildkröten 🐢 gemacht.

Expedition wäre der richtigere Begriff. Es ging Abends um17:15 mit dem alten Toyota-Bus von Shademan los. 1,5 Stunden durch die Inselmitte, über den Pass (Grenada ist ein Berg ) und dann waren wir am anderen Ende der Insel. 25km und dafür bei flotter Fahrweise 1,5 h, das spricht für sich.

Gute Laune im Bus

Im Infocenter haben wir eine sehr eindringliche Erklärung zu den Schildkröten gehört. Ich habe nix verstanden. Aber mir wurde versichert, dass es Englisch war. . . 😎

Danach wieder ab in den Bus und durch das abgesperrte Naturschutzgebiet zum Strand 🏝.

Hier haben wir erstmal ordentlich Picknick 🧺 gemacht und den Sternenhimmel am Strand genossen. Tipp von Shademan.

Als dann nach längerer Zeit das Signal der Ranger kam war die Aufregung groß. Tatsächlich, da lag so ein steinzeitliches Vieh im Sand, den Hintern über einer Grube und ein paar eifrige Mädels und Jungs mit roten Stirnlampen lagen bäuchlings darum und registrierten jedes Ei und vermassen die 🐢 von vorne bis hinten und links wie rechts. Kreissaal geht anders. Aber nun gut, Wissenschaft muss sein.

Unsere Gruppe von 12 Personen benimmt sich ordentlich und verhält sich dezent.

Auszug aus Wikipedia, lesenswert

Filmen und Fotografieren ist bei Rotlicht schwierig. Meine kleine JVC versucht ihr Bestes, der Kameramann konnte es nicht besser aber es gibt einen Eindruck dieses unwirklichen Momentes wieder.

(Muss ich später einfügen)

Dann kam noch ein weiterer schwarzer Schatten aus der Brandung an den Strand gerobbt. Die nächste Leatherback!

Für uns aber Zeit die Rückfahrt anzutreten. Jetzt bei Nacht die Strecke zurück. Es war sehr leise im 🚌 alle versuchten sich irgendwie festzuklemmen. Aber an Schlaf war nicht zu denken. Weit nach Mitternacht gegen 01:30 waren wir wieder zurück. Geschafft aber beeindruckt.

Was es für sonderbare Wesen auf diesem Planet gibt und wir dürfen daran Anteil haben. Schön.

Und sonst?

Abschied nehmen ist jetzt ein Thema. Ulrike und Kay von der Mystique haben wir in der Trueblue Marina verabschiedet.

Kay hat uns zumAbschied noch mit Caipi verwöhnt, der Rückweg war schwierig!

Und dann haben wir die West Indies Beer Company 🍺 entdeckt. Frische lokal gebraute Biere. Recht kräftig und oft mit einer leicht rauchigen Note. Lecker und stark!

Jawohl, die leiblichen Belange dürfen nicht zu kurz kommen. Mit Annette und Michael von der Limelight sind wir eine Bucht weiter vor Hoog Island gezogen. Abends lecker Kaiserschmarren und schon geht was.

Hoog Island hat einen Ruf, quasi die Hauptstadt vom Camping. Rogers betreibt mit Kumpels dort eine „Bar“

Es geht entspannt zu: der nette Herr in der Hängematte betreibt so seinen Shop!

Und bei Rodgers gibt es Freitags meist Livemusik, außer heute! Egal schön war’s trotzdem.

Um die Ecke ist noch Phare Bleu. Eine Marina und ein altes Feuerschiff, heute Restaurant und Bar. Gerne auch für Hochzeiten gebucht.

Das Bier zum Sonnenuntergang 🌅 schmeckt, lediglich was die Jugend auf dem Steg macht???

Erstaunlich. Strand ist entspannter.

Ja, und sonst?

Regenzeit fängt an. Da kommen Regengüsse, lecko mio. Aber danach

Davor war es so:

Jetzt werden wir am Mittwoch die Gelegenheit nutzen mit der Coastguard zu sprechen. Die kommen zu einem informellen Meeting auf Hoog Island um mit den Cruisern die Sorgen und Nöte zu besprechen. Daran merkt man, welche wirtschaftliche Bedeutung die Seenomaden hier haben. Aber auch sonst erleben wir die Behördenvertreter in der Karibik als sehr freundlich und hilfsbereit.

Große Sorge macht allen, dass es auf der Strecke Trinidad-Grenada eine Attacke von Piraten gegeben hat. Das ist der Albtraum für alle. Die Inseln brauchen die Cruiser wirtschaftlich, sie bringen Geld und Arbeitsplätze. Entsprechend alarmiert sind die Coastgards von Trinidad und Grenada. Die CG patrouillieren jetzt verstärkt und man soll auf einem Formular seinen Segelplan abgeben. Dann überwachen sie die Strecke besonders gut. Nicht so schön, dass es mal wieder passiert ist. Aber ehrlich, ist in Deutschland in den letzten Monaten kein Überfall gewesen?

Nun, wir werden den Ratschlägen folgen und erwarten eine hoffentlich ruhige Passage.

Unser Segelmacher, mir dem wir für heute einen Termin hatten hat uns vertröstet. Mal schauen wie es weiter geht.

Überraschend kam er am Donnerstag vor Karfreitag und hat final die Messungen gemacht. Heute am Samstag macht er die notwendigen Näharbeiten und dann sollten wir auch bei Regen halbwegs trocken draußen sitzen können.

Ergänzung: Douglas hat super gearbeitet und persönlich mitgeholfen, das Bimini und die Beschattung samt Lückenschluss zu montieren. Jetzt können wir auch bei Regen draußen sitzen.

In der Spicelandmal wird kräftig für den Wiederaufbau der beim letzten Hurrikan zerstörten Kirche von St. George’s gesammelt. Die Gemeindemitglieder haben Kuchen und Brote gebacken. Da sind wir gerne dabei.

Am Wochenende kommt mein Bruder Andi uns besuchen. Da freuen wir uns schon auf eine Woche gemeinsames Segeln ⛵️ bevor es zum Saisonende dann nach Trinidad 🇹🇹 geht.

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